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Abgelehnter Asylbewerber will 53.000-Euro-BMW mit Monopoly-Geld bezahlen

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In diesem Autohaus wollte der abgelehnte Asylbewerber einen BMWX4 im Wert von 53.000 Euro mit Monopoly-Geld bezahlen.
In diesem Autohaus wollte der abgelehnte Asylbewerber einen BMWX4 im Wert von 53.000 Euro mit Monopoly-Geld bezahlen. © Lars Becker

Die kleine westfälische Stadt Fröndenberg im Kreis Unna hat in den letzten Tagen bundesweit traurige Bekanntheit erlangt - vor allem über soziale Netzwerke: Wie ein Lauffeuer verbreitete sich ein Video, das zeigt, wie ein als gewalttätig bekannter Mann aus Afrika mit einem Stein ein Fahrzeug der Stadtverwaltung ramponiert. Der versuchte wenig später, in der Kreisstadt Unna einen 53.000-Euro-BMW mit Monopoly-Spielgeld zu bezahlen.

FRÖNDENBERG - Jetzt kommt auch seitens der Behörden endlich Dynamik in den Fall. "Aufgrund der aktuellen Ereignisse hat die Ausländerbehörde am Montag, 13. August 2018 erneut um eine bevorzugte Bearbeitung dieses Falles gebeten", teilte der Kreis Unna auf Anfrage mit. Eingereist ist der Kriminelle aus Afrika 2015 ohne Papiere. Im Januar 2018 wurde sein Asylantrag abgelehnt. Jetzt soll so schnell wie möglich die Identität zweifelsfrei festgestellt und der Mann abgeschoben werden.

Der Afrikaner, der sowohl als 23-Jähriger aus Guinea als auch als 28-jähriger Staatsangehöriger der Elfenbeinküste geführt wird, sitzt seit Sonntag in U-Haft und wartet auf seinen Prozess. Mehr als 20 polizeiliche Einträge gibt es gegen ihn - von Sachbeschädigung und Bedrohung bis hin zu Körperverletzung in einem Bordell. 

Abseits der juristischen Aufarbeitung muss Fröndenbergs Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe üble Hass-Mails ertragen, wie er unserer Redaktion sagte: "Viele großartige Leistungen, die wir hier seit 2015 vollbracht haben, werden jetzt in den Hintergrund gedrängt. Sie glauben nicht, was ich für Hass-Mails bekomme. Die ganze braune Soße wird jetzt über Fröndenberg ausgeschüttet, das schockiert mich."

Am 31. Juli war jener Vorfall passiert, der aus einem Auto heraus gefilmt und ins Netz gestellt worden war: Der Mann warf einen Steinbrocken mit voller Wucht mehrfach gegen einen Volvo der Stadtverwaltung - Totalschaden. 

In den Tagen danach wollte der Asylbewerber in einem Autohaus in Unna einen BMW X4 für 53.000 Euro kaufen. Zahlen konnte er nicht - stattdessen legte er Monopoly-Spielgeld vor. Es folgten etliche Polizei-Einsätze im Autohaus, auf richterliche Anordnung folgte die Einweisung in eine psychiatrische Klinik.

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