Medienskandal in Großbritannien

Anwalt spricht von neuen Abhör-Opfern

London - Mit angezapften Promi-Handys hatte das britische Boulevardblatt "News of the World" vor zwei Jahren für einen Skandal gesorgt. Ein Anwalt sprach nun von weiteren Abhör-Fällen.

Im Abhörskandal um die britische Boulevardzeitung „News of the World“ könnte es nach Angaben eines Anwalts noch Hunderte weitere Opfer geben. Die britischen Behörden hätten neue Fälle aufgedeckt, sagte der Rechtsanwalt Hugh Tomlinson am Montag vor dem obersten Zivilgericht. Er sprach dort während einer Verhandlung gegen den „News of the World“-Verlag „News International“.

Tomlinson ging nicht weiter ins Detail. Sollten tatsächlich Hunderte Opfer dazukommen, könnte der Skandal um abgehörte Handy-Mailboxen den britischen Zeitungsverlag Millionen Pfund mehr kosten. Schon jetzt hat das Unternehmen von Medienmogul Rupert Murdoch mehrere Millionen Pfund für Ausgleichszahlungen ausgegeben.

Der Ruf der britischen Regenbogenpresse hat unter dem Abhörskandal stark gelitten. Unter anderem wurden die Mailboxen von Stars, Politiker und Kriminalitätsopfern gehackt.

AP

Rubriklistenbild: © dpa

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