Airbus Absturz: Neue Wracksuche im Herbst

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Ein Wrackteil wird verladen (Archivbild).

Paris - Drei Monate nach dem Absturz des Air France-Airbus in den Atlantik bereiten die Ermittler für den Herbst eine neue Suche nach dem Wrack und den Flugschreibern vor.

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Das identifizierte Absturzgebiet habe “die Größe der Schweiz“ und sei ähnlich zerklüftet, erklärte der Chef des Amts für Unfallanalyse BEA, Paul Louis Arslanian, am Montag in Paris. “Wenn wir das Wrack finden, haben wir die Chance, die Flugschreiber zu finden.“ Die A330 der Air France war am 1. Juni mit 228 Insassen auf dem Nachtflug Rio-Paris während eines Sturms abgestürzt. In wochenlanger Suche wurden 51 Leichen und 1000 Wrackteile geborgen. Die Ermittlungen würden langwierig. “Wir müssen mit eineinhalb Jahren rechnen“, sagte Arslanian. Jetzt würden die technischen und finanziellen Mittel für die dritte Suchphase zusammengestellt, bei der Sonargeräte oder Tauchroboter zum Einsatz kommen könnten.

Bilder: Air-France-Flug 447 wird vermisst

Brasilianische Soldaten bergen ein Opfer. © ap
Die Bergungsarbeiten werden auch nachts fortgesetzt. © ap
Zwei Männer transportieren eine Leiche aus einem Helikopter. © ap
Ein Soldat nimmt zwischen zwei Einsatzflügen eine kleine Auszeit. © ap
Traurige Fracht: In einer Kühlbox werden 16 Opfer abtransportiert. © ap
Die Kühlbox wird in ein Flugzeug verladen. © ap
Ein Hubschrauber kreist über der Unglücksstelle. © ap
Der Abtransport der Opfer wird zur traurigen Routine. © ap
An dieser Skizze können sich die Bergungsmannschaften orientieren. © ap
Die Einsatzkräfte arbeiten rund um die Uhr. © ap
Bei den Bergungsarbeiten müssen die Soldaten Atemschutzmasken tragen.   © ap
Ein Plan kennzeichnet die Absturzstelle. © ap
Plastikwesten sollen die Männer vor Infektionen schützen. © ap
Ein Opfer wird abtransportiert. © ap
Die brasilianischen Soldaten haben einen schweren Job zu erledigen. © ap
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Trauernde Angehörige von Absturzopfern am Tom Jobim-Flughafen in Rio de Janeiro. © dpa
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Aldair Gomes, Vater des vermisten Marcelo Parente. © dpa
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Weinende Angehörige und Freunde von Absturzopfern in einem Hotel in Rio de Janeiro (Brasilien). © dpa
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Die Crew des französischen Frachters „Marfret Douce France“ hat gesehen, wie Trümmer im Atlantik schwammen. Vermutlich stammen diese von der Unglücksmaschine. © dpa
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Die Crew eines französischen Militärfliegers in ihrer Basis in Dakar (Senegal). Die Piloten bereiten sich auf den Abflug zu einer Suche an der vermeintlichen Absturzstelle vor. © AP
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Die Crew eines französischen Militärflugzeugs auf einer Basis in Dakar (Senegal). Das Flugzeug wird zur vermeintlichen Absturzstelle aufbrechen. © AP
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Das Suchflugzeug des französischen Militärs. © dpa
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Auf dem Radarschirm suchen Crewmitglieder des Suchflugzeugs Überreste der verunglückten Maschine. © dpa
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Das Suchflugzeug des französischen Militärs kreist über dem Atlantik. © dpa
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Reporter hinter einer Absperrung vor dem Air France Chcek In-Schalter am Tom Jobim Flughafen in Rio de Janeiro. © AP
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Paulo Henrique (Mitte) Mitglied der brasilianischen Luftfahrtbehörde ANAC spricht mit Journalisten vor dem Hotel in Rio de Janeiro, in dem Air France Angehörige der Opfer betreut. © AP
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Air France-KLM-Präsident Jean Cyril Spinetta, (rechts) und Air France-KLM Vorstandschef Pierre-Henri Gourgeon treffen vor einem Hotel nahe des Pariser Charles de Gaulle-Flughafens ein. © AP
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Isabelle Birem, Air France-Generaldirektorin in Brasilien trifft im Hotel ein, wo die Fluglinie die Angehörigen der Opfer untergebracht hat. © AP
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Angehörige der Absturz-Opfer in einem Hotel in Rio de Janeiro. Dort hat Air France die Angehörigen untergebracht. © AP
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Ärzte, Psychiater und andere Helfer treffen in Rio de Janeiro ein, um sich um die Angehörigen der Absturz-Opfer zu kümmern. © AP
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Eine Angehörige hat auf dem Flughafen Charles de Gaulle in Paris soeben von dem Unglück erfahren. © dpa
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Flug AF 447 kam niemals in Paris an. © ap
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Die Unglücksmaschine war vom Typ Airbus A330. © dpa
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Journalisten am Air-France-Check in Schalter in Rio de Janeiro. © dpa
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Die Angehörigen sind verzweifelt. © dpa
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Ein Frau mit Kind ist auf dem Weg zum Krisenstab, um Informationen über Flug AF447 zu bekommen. © ap
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Die Hoffnung auf ein Wunder schwindet. © dpa
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Angehörige auf dem Weg zum Flughafen in Rio de Janeiro. © dpa
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In einem Bus werden Freunde und Verwandte der Vermissten zum Flughafen in Rio de Janeiro gebracht. © dpa
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Gerade ist am Flughafen in Paris bekanntgegeben worden, dass Flug AF 447 vermisst wird. © ap
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Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy macht sich am Flughafen Charles de Gaulle in Paris ein Bild von der Lage. © ap
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Eine Suchmannschaft macht sich von Brasilien aus auf die Suche nach Vermissten.  © ap
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Die Nachricht ist für die Angehörigen unfassbar. © ap
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Mit einem mulmigen Gefühl checken Passagiere in Rio de Janeiro kurz nach Bekanntwerden des Unglücks ein. © ap
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Gerade ist die Unglücksmeldung in Rio verkündet worden. © ap
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Im Windsor Hotel in Rio de Janeiro werden die Angehörigen betreut. © ap
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Eine Maschine der Air France. © ap
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Für Freunde und Verwandte gibt es in Paris am Flughafen einen gesonderten Eingang. © ap
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Der Ankunftsbereich am Flughafen Charles de Gaulle in Paris. © ap
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Eine Maschine aus der Air-France-Flotte. © ap
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Sicherheitskräfte schirmen den Eingang für Angehörige am Flughafen von Paris ab. © ap
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Die Ungewissheit ist für die Angehörigen unerträglich. © ap
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Brasiliens Vize-Präsident Jose Alencar (M.) bei einer Pressekonferenz am Flughafen von Rio. © ap
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Gerade ist in Paris die unfassbare Nachricht verkündet worden. © ap
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Ein Schalter am Flughafen von Rio. Flug AF 447 steht noch angeschrieben. © ap
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Ein Angehörige ist am Flughafen von Rio umringt von Journalisten. © ap
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Eine Journalistin bei Recherchearbeiten am Flughafen von Rio. © ap
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Das Medieninteresse ist riesengroß. © ap
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Ein Mann und eine Frau trösten sich gegenseitig. © ap
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Isabelle Birem, Air France Generaldirektorin für Brasilien, bei einer Pressekonferenz in Sao Paulo. © ap
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Ein Mann versucht an einem Air-France-Schalter am Flughafen in Rio Informationen zu bekommen. © ap
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Eine Frau checkt in Rio ein. Gerade ist die Unglücksmeldung verkündet worden. © ap
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Sanitäter betreuen Angehörige auf dem Flughafen in Paris. © dpa

Die bislang gefundenen Trümmer werden vom BEA in Toulouse analysiert, die Leichen in Brasilien obduziert. Das BEA hat nach Arslanians Angaben noch keine Detailbefunde von Brasilien übermittelt bekommen. Die ebenfalls ermittelnde französische Justiz habe aber “allgemeine Ergebnisse“ der Obduktion mitgeteilt. Vor dem Absturz waren bei dem Airbus die von Thales hergestellten Pitot-Sonden zur Geschwindigkeitsmessung ausgefallen. Airbus hat den Fluggesellschaften danach empfohlen, die Sonden durch Geräte eines US-Herstellers auszutauschen.

Arslanian erklärte, er habe “keine Fakten“, auf deren Basis er eine Empfehlung geben könnte. “Bisher erlaubt uns nichts zu sagen, dass es bei diesem oder jenem eine Schwäche gibt.“ Er fügte hinzu: “Der Unfall ist nicht nach der vereinfachenden Sicht der ersten Tage abgelaufen.“ Vor dem Absturz hätten dem Amt für Unfallanalyse sieben Meldungen über Pitot-Ausfälle vorgelegen. Wie nach jedem Unglück hätten sich die Meldungen nach dem Airbus-Absturz gehäuft. Die meisten Meldungen seien völlig belanglos.

Die Pitot-Ausfälle hätten meist nur wenige Sekunden gedauert und die Piloten hätten gar nicht reagiert. In Einzelfällen habe der Ausfall drei Minuten gedauert und die Besatzung habe die Maschine 300 Meter abfallen lassen und dann unter Kontrolle genommen. “Uns fehlt die Erklärung für den Verlust von zehn Kilometern Flughöhe (des Air France-Airbus) in vier Flugminuten, das ist enorm“, sagte Arslanian.

dpa

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