Aktion von tz und Unicef

Willkommen in der tz-Schule

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An der tz-Schule in Bangladesch können ältere Schüler sogar ein Ingenieur-Diplom erlangen.

Dhaka - Die tz hat gemeinsam mit UNICEF eine Spendenaktion für Bangladesch gestartet. Auch kleine Gaben tun Großes: Heute stellen Kinder ihre mit Leserspenden gebaute Schule vor.

Hereinspaziert, liebe Leser, in unsere Schule. Oft werden wir gefragt: „Wisst Ihr wirklich, was mit euren Spenden passiert?“ Ja, wir wissen das. Weil wir uns das oft auch selbst anschauen. Spendengelder werden dafür selbstverständlich nicht verwendet. Nachdem Bangladesch schon im Jahr 2007 unser Aktionstland war, haben wir uns beim diesjährigen Besuch natürlich auch die Projekte von Unicef zeigen lassen, die mit tz-Geldern finanziert werden. Eines davon ist die Schule Mawts in Dhaka, die von der Caritas ins Leben gerufen wurde. Finanziert wird die Mawts derzeit mit Teilen unserer Gelder, Im kommenden Jahr läuft die Unterstützung aus. Vielleicht schaffen wir es ja gemeinsam, dass uns die Kinder auch in Zukunft mit einem Plakat „Danke, liebe tz- Leser! Das ist unsere Schule“ begrüßen.

Lisa (13) lernt und näht Saris

Lisa (13) ist eines der Mädchen aus der Schneidereiklasse. Drei Stunden am Vormittag kommt sie in de Schule, lernt hier den Umgang mit der Nähmaschine, nachmittags arbeitet sie in einer kleinen Fabrik, die Saris, das traditionelle Gewand der Frauen in Bangladesch, herstellt. Drei Wochen braucht sie für einen Sari, dafür bekommt sie zwei Euro Lohn. Lisa ist das älteste von drei Mädchen, der Vater ist krank und kann nicht arbeiten, die Mutter ist nie da, weil sie als Hausmädchen, in einem anderen Teil der Millionenstadt den Lebensunterhalt der Familie verdient. Lisa träumt davon, einmal selbst tolle Saris zu kreieren. Schafft sie die Abschlussprüfung der Schule, wird sie mit 75 Euro belohnt. So viel kostet eine Nähmaschine. „Unser Ziel ist, dass die Kinder hinterher bessere Jobs bekommen und einen Anreiz haben, die Schule fertig zu machen“, erklärt Zahidul Hassan von Unicef. 14 Monate dauert die Grundausbildung. Die bezahlt Unicef. Jedes Kind bekommt 50 Cent Fahrtkosten am Tag. Das ist viel Geld und wichtig für die Eltern. Schule darf nichts kosten, sondern bringt im Idealfall auch noch ein Einkommen für die Familie.

Die Kinder haben wieder Lebensträume

Durchhalten wollen hier alle. Auch Shuli Akther (14). Sie arbeitet den halben Tag bei ihrer Tante in einem kleinen Gemischtwarenladen. Dafür darf sie nachmittags zur Mawts. Zwei ihrer vier Schwestern sind verheiratet, eine arbeitet in der Textilfabrik, der Bruder ist noch zu klein zum Arbeiten. Shuli möchte mal einen eigenen Laden aufmachen für traditionelle Stickereien. Zwei Zimmer weiter sind die Techniker untergebracht. Die Schulleitung schaut, dass die Kinder auch technische Berufe erlernen. Ali und Riloy möchten wie Junu (13) Handy-Techniker werden. An alten Mobiltelefonen lernen sie elektronisches Grundwissen, aber auch handwerkliche Fertigkeiten, zum Beispiel ,wie man lötet. Dazu kommen Fächer wie Mathematik, Englisch und Landeskunde. Zahidul Hassan hofft, das die Grundausbildung weiter im Unicef-Programm bleibt. „Wenn die Kinder gut geschult sind und hinterher Jobs in der Industrie bekommen, verdienen sie plötzlich so viel, dass sich das ganze Familienleben ändert. Ein Umzug aus dem Slum ist möglich, sie haben ein neues Selbstbewusstsein, das ihnen ihr Leben lang bleiben wird.“ Hunderte von Kinder haben in den letzten Jahren in der Mawts die Chance auf eine bessere Zukunft bekommen. Dank Ihnen, liebe Leser.

So können Sie helfen

Mit Ihrer Spende – und sei sie auch noch so klein – unterstützen Sie die tz-Weihnachtsaktion Helft den Kindern in Bangladesch. Der Erlös geht zum Beispiel in die Slum-Schulen für Straßenkinder. Bitte geben Sie das Stichwort „Bangladesch“ an. Nach wie vor möchten wir auch den Opfern des Taifuns auf den Philippinen helfen, wenn Sie für die Kinder dort spenden möchten, notieren Sie das Stichwort „Taifun“. Bei Spenden bis 100 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Quittung fürs Finanzamt. Bei größeren Beträgen bekommen Sie automatisch von Unicef eine Spendenbescheinigung zugeschickt. Bitte geben Sie deshalb im Feld „Verwendungszweck“ unbedingt Namen und Adresse an. Empfänger ist Unicef. Weitere Informationen: www.tz.de/unicef

 

Die Spendenkonten

Commerzbank

Kontonummer 326 900 000

BLZ 700 800 00

 

Stadtsparkasse München

Kontonummer 263 525

BLZ 701 500 00

 

D. CASPARY

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