Al-Kaida: Entführung von Amerikaner bestätigt

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Der neue Al-Kaida-Chef Eiman al-Sawahiri verlangte die Freilassung aller Gefangenen im US-Lager Guantanamo auf Kuba.

Washington - Die Terrororganisation Al-Kaida hat nach Angaben ihres neuen Anführers Eiman al-Sawahiri in Pakistan einen Amerikaner in ihre Gewalt gebracht.

In einem am Donnerstag veröffentlichten Video verlange Al-Sawahiri unter anderem die Freilassung aller Gefangenen im US-Lager Guantánamo auf Kuba, teilte das auf die Auswertung islamistischer Websites spezialisierte IntelCenter in Alexandria bei Washington mit. Der Mitarbeiter der US-Hilfsorganisation USAID Warren Weinstein sei bereits Mitte August verschleppt worden.

Der Al-Kaida-Chef verlangt in dem etwa halbstündigen Video zudem das Ende aller Militäraktionen der USA und ihrer Verbündeten in Pakistan, Afghanistan, im Jemen, Somalia und in Gaza. Zudem forderte er die Freilassung aller Mitglieder der Familie von Osama bin Laden.

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“Ebenso wie die Amerikaner jeden festnehmen, der in geringstem Maße mit Al-Kaida und den Taliban zu tun hat, haben wir diesen Mann festgenommen, der US-Hilfe seit den 70er Jahren nach Pakistan bringt“, sagte Al-Sawahiri laut IntelCenter. Der Terrorchef nannte seinen Videoauftritt “eine Botschaft an unsere Gefangenen“.

Der neue Al-Kaida-Anführer hatte sich erst vor zwei Wochen in einem Video zu Wort gemeldet und dabei betont, wie eng seine Freundschaft mit Bin Laden gewesen sei. Der Vorgänger Al-Sawahiris war im Mai bei einer US-Kommandoaktion in Pakistan getötet worden.

dpa

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