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Gestrandeter Orca gerettet: Menschen überschütteten ihn stundenlang mit Wasser

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Von: Patrick Huljina

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Helfer überschütten einen gestrandeten Orca in Alaska mit Eimern voll Wasser.
Helfer überschütteten einen gestrandeten Orca in Alaska stundenlang mit Wasser. © Screenshot/Twitter/Tara Neilson

In Alaska ist ein Orca auf der Prince-of-Wales-Insel gestrandet. Helfer überschütteten den Wal stundenlang mit Wasser und retteten ihm so das Leben.

Alaska - „Ich spreche die Sprache der Wale nicht besonders gut, aber er schien nicht wirklich begeistert zu sein“, erklärte Chance Strickland gegenüber der New York Times. Der Kapitän eines privaten Schiffes und seine Crew eilten am vergangenen Donnerstag (29. Juli) zur Hilfe, als sie den gestrandeten Orca auf der Prince-of-Wales-Insel in Alaska* entdeckten.

Alaska: Orca gestrandet – Menschen überschütten ihn stundenlang mit Wasser

Das hilflose Tier wurde wohl von der Ebbe überrascht und steckte plötzlich auf dem felsigen Land fest. Kapitän Strickland und sein Team warfen den Anker und informierten die Küstenwache über ihren Fund. Menschen von weitere Booten kamen ebenfalls hinzu. Die Helfer bildeten eine Menschenkette und überschütteten den gestrandeten Orca stundenlang mit Eimern voll Wasser. Damit retteten sie dem Wal vermutlich das Leben.

Der Orca hatte zuvor bereits mehrfach versucht, aus eigener Kraft wieder ins Wasser zu gelangen. Dabei verletzte sich das Tier selbst. Vögel, die in den nahegelegenen Bäumen schon auf ihre Gelegenheit warteten, den Orca zu fressen, wurden durch die Aktion der Helfer ebenfalls aufgescheucht. Wenn Wale gestrandet an der Küste liegen, besteht für sie neben der Gefahr der Überhitzung häufig auch ein Risiko, von anderen Tieren gefressen zu werden.

Menschen retten gestrandeten Orca: „Es kamen Tränen aus seinen Augen“

Nach einiger Zeit trafen schließlich Helfer der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), der Wetter- und Ozeanografie­behörde der USA, ein. Sie installierten einen speziellen Schlauch samt Pumpe und sorgten so dafür, dass der Orca durchgehend mit Meereswasser besprüht werden konnte.

Strickland berichtete der New York Times davon, dass der gestrandete Schwertwal versuchte, nach seinen Artgenossen zu rufen. „Es kamen Tränen aus seinen Augen. Das war ziemlich traurig“, sagte der Schiffskapitän weiter.

Gestrandeter Orca gerettet: Wal kann zurück ins Meer schwimmen

Gegen 14 Uhr, etwas mehr als sechs Stunden nachdem die Helfer den gestrandeten Orca entdeckten, folgte schließlich die Erlösung. Die Flut setzte ein und der Meeresspiegel stieg wieder deutlich an, bis der Schwertwal endlich wieder schwimmen konnte. Wie NOAA-Sprecherin Julie Fair dem Nachrichtenportal Metro mitteilte, bewegte sich der Orca zunächst langsam, bevor er letztendlich davonschwimmen konnte.

Am Tag zuvor (28. Juli) ereignete sich ein schweres Erdbeben der Stärke 8,2 vor der Südküste Alaskas. Zunächst wurde sogar eine Tsunami-Warnung ausgegeben, die später allerdings wieder aufgehoben wurde. Laut der nationalen Wetter- und Ozeanografiebehörde wird aber nicht davon ausgegangen, dass es eine Verbindung zwischen dem Erdbeben und dem Stranden des Orcas gibt. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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