Weniger Plastik-Müll als Ziel

Aldi-Einkauf bald komplett anders? Testlauf beim Discounter

Auffüllstationen für unverpackte Lebensmittel beim Discounter Aldi
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In einer britischen Filiale testet Aldi ein Auffüll-Konzept für weniger Plastik-Verpackungen.

Deutlich weniger Plastikmüll, das erhofft sich der Discounter Aldi von einem neuen Projekt. Aktuell wird getestet, wie das Konzept bei der Kundschaft ankommt.

Mülheim an der Ruhr/Ulverston - Der Discount-Riese Aldi geht momentan ein Experiment an, das so bald auch die Einkäufe der Kund:innen in Deutschland ein Stück nachhaltiger machen könnte: In Großbritannien gibt es jetzt einen Markt, der Auffüll-Stationen für trockene Lebensmittel anbietet. Vier Produkte werden laut der englischsprachigen Unternehmensseite im britischen Ulverston angeboten, das Unternehmen will mit diesem ersten Schritt testen, wie die Nachfüll-Station bei den Verbraucher:innen ankommt.

Aldi-Experiment: Trockene Lebensmittel bald zum Nachfüllen?

Basmati-Reis, brauner Reis, Penne- und Fusilli-Nudeln stehen zur Auswahl, anders als in normalen Unverpackt-Läden können die Lebensmittel allerdings noch nicht in selbst mitgebrachte und gewogene Gefäße abgefüllt werden. Stattdessen bietet der Discounter Papiertüten an, die nach Aussage des Unternehmens immerhin vollständig recyclebar sind - bezahlt wird die Ware dann nach Gewicht, ähnlich wie bisher schon zahlreiche unverpackte Gemüsesorten. Man wolle das Feedback der lokalen Kund:innen nutzen, um sich für „mögliche zukünftige Pläne rund um wieder auffüllbare Produkte“ zu informieren, so der zuständige Chef für Plastik und Verpackungen bei Aldi UK, Richard Gorman, in der Pressemitteilung des Unternehmens zum Testlauf.

Video: Bietet Aldi bald einen Lieferservice an?

Aldi testet Unverpackt-Konzept: Einführung in Deutschland noch nicht in Sicht

In deutschen Märkten gibt es die Auffüll-Säulen aktuell noch nicht, lediglich für Brot und Semmeln können seit einiger Zeit wiederverwendbare Stoffbeutel statt Papiertüten mit Plastikfenster benutzt werden. Zunächst wird bei den losen Lebensmitteln also wohl abgewartet, ob die Reaktionen aus Ulverston positiv ausfallen. Was bisher in Deutschland eher in Bio-Supermärkten, Dorfläden oder klar deklarierten Unverpackt-Läden zu finden war, könnte dann aber letztendlich auch zwischen den Regalreihen des Discounters Einzug halten. (eu)

Eine skurrile Entdeckung machte hingegen ein Aldi-Kunde beim Blick in das Angebotsheft - und ein viral gegangener Video-Clip brachte auch das Social-Media-Team von Aldi zum Schmunzeln.

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