1. tz
  2. Welt

Londoner Aldi-Filiale begrenzt Trinkwasserverkauf: „Fünf Flaschen pro Kunde“

Erstellt:

Von: Yasina Hipp

Kommentare

Zu wenig Regen führt auch in England zu extremer Trockenheit und Dürre. Eine Aldi-Filiale greift nun zu drastischen Maßnahmen und limitiert den Trinkwasserverkauf.

London - Ein weißes DinA4-Papier, das mit zwei Klebestreifen an einem Londoner Supermarkt-Regal befestigt wurde, tauchte kürzlich bei Twitter auf. Die Information, die darauf zu lesen war, klingt erschreckend. „Aufgrund der hohen Nachfrage bei heißem Wetter: Einzelne Wasserflaschen sind auf fünf Stück pro Kunde begrenzt. Begrenzungen sind notwendig, um Sie und Ihre Nachbarn zu unterstützen, die Produkte zu bekommen, die Sie benötigen. Wir danken Ihnen“, stand dort auf Englisch geschrieben. Bei dem Supermarkt handelt es sich um eine Londoner Filiale des Lebensmitteldiscounters Aldi.

Trinkwasserbegrenzung von Aldi: Keine landesweite Aktion

Die britische Tageszeitung Telegraph berichtete, was hinter dem Aufruf steckt. Am vergangenen Freitag (12. August) war in Teilen Südenglands offiziell eine Dürre ausgerufen worden, daraufhin hatte die Aldi-Filiale im Norden Londons offenbar schnell reagiert und den Kauf von abgefülltem Wasser eingeschränkt. Denn nicht nur einzelne Flaschen sind wohl limitiert, sondern auch größere Packungen mit mehreren Flaschen.

Hier liegt die Grenze dem Bericht zufolge bei drei pro Person. Allerdings wurde die Begrenzung offenbar nicht landesweit in allen Aldi-Märkten vorgenommen. Zudem soll auch der Londoner Aldi genügend Wasser in Flaschen vorrätig im Lager haben. Also besteht kein Grund zur Panik.

Aldi-Aktion zeigt Ernsthaftigkeit der aktuellen Lage

Besorgniserregend ist die Situation in England dennoch. Die Aktion der Aldi-Filiale zeigte dies nun sehr deutlich. Das englische Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten teilte mit, dass mehr als die Hälfte Englands nach dem trockensten Sommer seit fast 50 Jahren in den Dürre-Status versetzt werden soll. Acht von 14 Gebieten sind betroffen, darunter unter anderem Cornwall, South Downs, Kent, Hertfordshire und eben auch Nordlondon.

Ein Zettel hängt in einer Londoner Aldi-Filiale, der auf die Begrenzung des Verkaufs von Wasserflaschen hinweist
Der Verkauf von Wasserflaschen ist in einer Londoner Aldi-Filiale begrenzt. © Screenshot/Twitter/Awixy2

Mit dem Dürre-Status können dann Einschränkungen wie ein Wasserschlauch-Verbot oder Sperrungen von Kanälen für Boote in Kraft treten. Steve Double, der englische Umweltminister, sagt dem Telegraph: „Alle Wasserversorgungsunternehmen haben uns versichert, dass die Grundversorgung nach wie vor sicher ist. Aber wir werden die Situation weiterhin genau beobachten und bei Bedarf weitere Maßnahmen ergreifen.“ Nicht nur England hat derzeit mit extremer Dürre zu kämpfen. Auch in Italien ist die Situation ernst, zudem hat Österreich mit Problemen zu kämpfen.

Auch interessant

Kommentare