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Aldi: Saharastaub sorgt für ungewöhnliches Hinweisschild an Gemüseregal

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Von: Yasina Hipp

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Twitter-Post von Aldi-Hinweis.
Ein Hinweis von Aldi an seine Kunden - von denen erlaubten sich offenbar jemand noch einen flachen Gag, © Screenshot/Twitter/Dyslexic_aDve

Auch vor Obst und Gemüse von Aldi macht der Saharastaub keinen Halt. Der Lebensmitteldiscounter weist seine Kunden nun auf die besonderen Umstände hin.

München - Rot-orangener Himmel, mystische Stimmung und vor allem dreckige Fensterscheiben und Autos: Das werden die meisten nach dem starken Saharastaub Mitte März in Erinnerung behalten haben. Vor allem den Süden Deutschlands hat es vor wenigen Wochen besonders erwischt. Auch für die Woche vor Ostern war Wüsten-Staub angesagt, allerdings längst nicht in dem Ausmaß von März. Meteorologen sprechen von gerade einmal 20 Prozent der Staubmenge vom letzten Mal. Auch Spanien hat mit den Sandkörnchen zu kämpfen - und das hat sogar Folgen für den Lebensmitteldiscounter Aldi.

Saharastaub in München.
Mitte März überzog Saharastaub die bayerische Hauptstadt wie mit einem orangenen Filter. © picture alliance/dpa/Sven Hoppe

Aldi: Saharastaub in Obst und Gemüse aus Spanien

Hauptsächlich im Süden Spaniens wird ein großer Teil des Obsts und Gemüses angebaut, welches im nördlichen Europa in den Supermärkten zu kaufen ist. Rewe, Edeka, Aldi, Lidl und Co. importieren Salat, Gurken, Tomaten, Melonen und vieles mehr aus dem sonnigen Süden. Durch den Wüstenstaub wurden jetzt aber beispielsweise die Bienen mitten in der Bestäubungssaison der Wassermelonen in Almeria ausgebremst. Das berichtet Andrés Cogorna, Vorsitzender der spanischen Landwirtschaftsvereinigung COAG, gegenüber mdr.de. Gerade auch bei Blattgemüse, das im Freien ohne Abdeckung wächst, seien die Schäden erheblich. Der rötliche Wüstensand sei nämlich in die Pflanzenköpfe eingedrungen.

Mit diesem Problem geht nun offenbar eine Aldi-Filiale aber aktiv offen um und informiert die Kunden.

Aldi: „Bitte spülen Sie ihr Gemüse extra ab“

Wie eine Aldi-Kundin auf Twitter postet, scheint es in einer Filiale aus dem englischsprachigen Raum jetzt einen besonderen Hinweis gegeben zu haben. Auf einem Schild bei den Salatköpfen steht: „Bitte spülen Sie Ihr Gemüse extra ab. Aufgrund der jüngsten Winde aus der Sahara kann sich in einigen unserer Verpackungen eine kleine Menge Staub abgesetzt haben.“ Weiter dankt Aldi seinen Kunden: „Vielen Dank, dass Sie unsere Erzeuger unterstützen und durch den Kauf dieser Produkte dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.“

Ob das Schild echt ist, ist natürlich nicht bestätigt. Auf einen Fake deutet aber auch nichts hin - obwohl sich an dem Schild oder dem Foto jemand mit einem flachen Gag zu schaffen gemacht und einen Buchstaben ausgetauscht hat. Die Urheberin des Tweets schreibt jedenfalls dazu nur: „Ein guter Rat von Aldi“. Und ein paar Sandkörnchen sollten einen nun wirklich nicht davon abhalten, weiterhin das Obst und Gemüse zu kaufen. Eine Edeka-Filiale verzichtet derzeit darauf, teures Öl zu verkaufen.

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