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Aldi, Rewe, Edeka und Co. müssen neuen Service anbieten - Kunden profitieren

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Von: Felix Durach

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Ein Schild des Discounters Aldi Süd leuchtet vor einer Filiale.
Eine erweiterte Rücknahmepflicht für Elektrogeräte gilt ab Januar auch in Supermärkten und Discountern wie Aldi, Lidl und Co. (Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa

Im neuen Jahr gelten neue Rückrahmenregelungen für Elektrogeräte, die auch Supermärkte und Discounter betreffen. Das müssen Kunden wissen.

Berlin - Das Jahr 2022 bringt diverse Änderungen auf den Weg, von denen auch die Kunden von Supermärkten und Discountern wie Aldi, Lidl und Co. profitieren können. Denn ab Januar gilt in Deutschland eine ausgeweitete Rücknahmepflicht für Elektrogeräte. Wer dann Toaster, Mikrowellen oder Waschmaschinen im Supermarkt kauft, erhält dadurch mehr Möglichkeiten seine alten Geräte zu entsorgen zu lassen.

Aldi, Rewe, Edeka und Co.: Ab Januar - Kunden profitieren von dieser Regelung

Denn Supermärkte und Discounter ab einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern müssen dann Rücknahmestellen für Elektrogeräte einrichten, bei denen die Kunden ihre alten Geräte eintauschen können. Die Regelung gilt jedoch nur dann, wenn die entsprechenden Geschäfte mehrmals im Kalenderjahr oder dauerhaft Elektro- und Elektronikgeräte im Sortiment anbieten. Auch wenn die neue Regelung zum Jahresbeginn greift, gilt bis zum 30. Juni 2022 noch eine Übergangsfrist.

Großgeräte wie Waschmaschinen, Mikrowellen und Fernseher, Rasenmäher und große Leuchten müssen Händler jedoch nur dann kostenlos annehmen, wenn ein entsprechendes Neugerät derselben Geräteart gekauft wird. Elektro-Kleingeräte wird man hingegen immer im Handel los - im Laden auch dann, wenn man nicht zeitgleich ein neues Gerät kauft oder das alte nicht bei diesem Händler gekauft hat. Das gilt für Geräte, die in keiner Abmessung länger als 25 Zentimeter sind, etwa Smartphones, Rasierer, Zahnbürsten und Taschenrechner. Dabei gilt jedoch eine Begrenzung von fünf alten Geräten, die zurückgegeben werden dürfen.

Zum neuen Jahr: Rücknahmepflicht für Elektrogeräte ausgeweitet - auch Online-Handel betroffen

Die Regelung hat jedoch auch Auswirkung auf den Online-Handel. Dort müssen zukünftig auch kleinere Händler bei dem Kauf eines neuen Geräts die kostenlose Abholung und Entsorgung des alten Geräts anbieten. Laut der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ NRW) sollen die Händler durch das Gesetz auch dazu verpflichtet werden, aktiv auf diese Möglichkeiten hinzuweisen.

Schon länger galt die Rücknahmepflicht für Fachhändler mit einer Ladenfläche von über 400 Quadratmetern oder Onlinehändler mit einer Versand- und Lagerfläche von über 400 Quadratmetern.

Alte Elektrogeräte loswerden - diese Möglichkeiten gibt es noch

Alternativ können kaputte und ausrangierte Geräte aber auch weiterhin am kommunalen Wertstoffhof abgegeben werden. Das ist in der Regel kostenlos. In diversen Kommunen gibt es zwar auch das Angebot, Elektrogeräte abholen zu lassen. Dies ist laut dem Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) aber kostenpflichtig. (fd/dpa)

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