Spektakuläre neue Studie

Alien-Raumschiff „Oumuamua“? Rätsel um mysteriösen Himmelskörper scheint nach Jahren geklärt

Diese künstlerische Darstellung zeigt das Weltraum-Objekt 1I/2017 U1 „Oumuamua“.
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Diese künstlerische Darstellung zeigt das Weltraum-Objekt 1I/2017 U1 „Oumuamua“.

Das Rätsel um den vor Jahren entdeckten Himmelskörper „Oumuamua“ scheint endlich gelöst. Bisher war sogar von einem mysteriösen Alien-Objekt die Rede.

Arizona - Seitdem ein mysteriöser Himmelskörper, der später den Namen „Oumuamua“ erhalten sollte, im Oktober 2017 zum ersten Mal gesichtet wurde, sorgte er für Aufsehen. Der unerwartete Besucher aus den Tiefen des Alls begeistert Weltraumforscher auf der ganzen Welt. Denn noch nie zuvor war ein interstellares Objekt in unserem Sonnensystem von einem Teleskop beobachtet worden. Die Theorien über „Oumuamua“, was übersetzt aus dem Hawaianischen Botschafter bedeutet, waren vielfältig. Aufgrund der ungewöhnlichen Flugbahn und des leichten Gewichts kamen Forscher um Abraham Loeb vom Harvard Smithsonian Center für Astrophysik in Cambridge (USA) zu dem spektakulären Schluss, Oumuamua müsse eine Art Alien-Objekt sein.

Doch kein Alien-Raumschiff: Rätsel um mysteriösen Himmelskörper „Oumuamua“ scheint geklärt

Nun scheinen zwei US-Physiker von der Arizona State University das Rätsel um den 400 Meter langen speerförmigen Brocken „Oumuamua“ gelöst zu haben. Im „Journal of Geophysical Research“ stellen die beiden Forscher Steven Desch und sein Kollege Alan Jackson ihre These zur Herkunft des spektakulären Himmelsobjekt vor.

Himmelskörper „Oumuamua“: Forscher gehen von Stück eines Exo-Pluto aus

„Oumuamua ist möglicherweise die erste Probe eines Exo-Planeten“, heißt es in dem am 16. März veröffentlichten Artikel. „Wir können ihn ziemlich genau als das Stück eines Exo-Pluto identifizieren, also eines Pluto-ähnlichen Planeten in einem anderen Sonnensystem“, erklärt Desch. Mit dieser Annahme lassen sich nach Ansicht der Astrophysiker auch die außergewöhnlichen Eigenschaften des Objekts erklären, die weder zu einem Kometen noch zu einem Asteroiden so richtig passen. So etwa die Pluto-ähnliche Oberfläche aus festem Stickstoff und die beschleunigte Bewegung.

Mysteriöser Himmelskörper: Alien-These wohl endgültig vom Tisch

„Wahrscheinlich wurde ‚Oumuamua‘ vor etwa einer halben Milliarde Jahren aus einem jungen Sternensystem herausgeschleudert“, heißt es weiter. Seine auffällig flache Form hat Oumuamua wohl erst erhalten, als er in unser Sonnensystem eintrat, so die Annahme von Jackson. Während seiner nahen Begegnung mit der Sonne schmolz der Exo-Pluto vermutlich zu einem Splitter zusammen, wobei er mehr als 90 Prozent seiner Masse verlor. Loebs Alien-These im Zusammenhang mit „Oumuamua“ scheint somit endgültig vom Tisch. Beim Rätsel um einen mysteriös leuchtenden Stern müssen sich Wissenschaftler dagegen immer noch auf Alien-Theorien einlassen. Für Faszination sorgte auch die 1998 entdeckte Dunkle Energie. Doch inzwischen widerspricht eine neue Theorie der Entdeckung, die einen Nobelpreis einbrachte. (va)

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