Neue Hinweise

Alpen-Morde: Erste Schüsse galten Radfahrer

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In den französichen Alpen hat ein unbekannter Täter vier Menschen ermordet.

London - Die Aussage der siebenjährigen Zainab gibt der Polizei neue Hinweise im Alpenmord. Ein ballistischer Bericht scheint außerdem zu bestätigen, dass der Radler das eigentliche Ziel war.

Anfang September hatte sich auf einem Waldparkplatz in den französichen Alpen ein unglaubliches Verbrechen abgespielt: Ein unbekannter Täter erschoss drei Mitglieder einer britischen Familie in deren Fahrzeug. Bei den Opfern handelte es sich um den Familienvater Saad H., dessen Frau und Schwiegermutter. Außerdem tötete er einen Radfahrer, der keine Verbindung zu der Familie hatte. Es handelte sich um einen Franzosen, der in der Nuklearindustrie arbeitete.

Überlebt hatten nur die siebenjährige Zainab und ihre vierjährige Schwester. Zainab war außerhalb des Wagens gefunden worden. Der Täter hatte sie in die Schulter geschossen und sie niedergeschlagen. Ihre vierjährige Schwester befand sich noch im Auto. Sie hatte sich versteckt und war der Aufmerksamkeit des Mörders entgangen.

Britische Familie in Frankreich ermordet

Britische Familie in Frankreich ermordet

Wie "Daily Mail"und die Zeitung "Le Parisien" berichten, bestätigt ein ballistisches Gutachen nun das, worüber in den Medien bereits spekuliert wurde: Die erste Salve der Halbautomatik traf nicht die britische Familie, sondern den Franzosen Sylvain M.. Zuvor war vermutet worden, dass dieser nur zufällig Zeuge des Verbrechens geworden war und deshalb sterben musste. Nun verdichten sich die Hinweise darauf, dass er das eigentliche Ziel des Schützen war.

Anscheinend stand die siebenjährige Zainab mit ihrem Vater außerhalb des Wagens, als der Killer zum ersten Mal schoss. Sand und Schotter unter den Schuhen des Vaters bestätigen das, zitiert die "Daily Mail" einen Polizisten.

Der Familienvater war wahrscheinlich nach den Schüssen zurück in den Wagen geflüchtet und hatte die Türen von innen verriegelt. Er versuchte dann zu fliehen, legte in der Panik aber den Rückwärtsgang ein und blieb in der Böschung stecken. Das kostete ihn, seiner Frau und seiner Schwiegermutter das Leben.

Die kleine Zainab wurde von einer Kugel in der Schulter getroffen, der Täter hatte sie außerdem mit der Pistole niedergeschlagen. Die Kleine befand sich als einziges Familienmitglied noch außerhalb des Wagens. 

Anscheinend hatte der Täter sich danach wieder dem Franzosen zugewandt, um seine Tat zu beenden. Das unkoordinierte Verhalten des Mörders legt die Vermutung nahe, dass es sich um einen Amateur handelt.

Laut dem "Daily Mail" gab es nun erste informelle Gespräche der Polizei mit der Siebenjährigen, die zunächst im künstlichen Koma gelegen hatte. Sie soll den Beamten wichtige Hinweise gegeben haben.

sr

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