Geschmackloser PR-Gag

Erotikfilm: Knox erhält unmoralisches Angebot

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Porno-Angebot für Amanda Knox.

Los Angeles - Sie ist schön und eine verurteilte Mörderin: Vor allem Männer sind von Amanda Knox fasziniert. Daraus versucht eine kalifornische Firma jetzt Kapital zu schlagen.

Bei uns nennt man sie den "Engel mit den Eisaugen", in Amerika hat Amanda Knox den Spitznamen '"Foxy Knoxy", also "Sexy Knoxy" weg. Die 26-Jährige wird für einen grausamen Mord an einer Kommilitonin während eines Austausch-Jahres in Italien im Jahr 2007 verantwortlich gemacht. Im Falle einer Verurteilung in letzter Instanz droht ihr eine Haftstrafe von mehr als 28 Jahren. Jetzt muss die junge Frau aus Seattle für einen geschmacklosen PR-Gag herhalten. Die Erotik-Produktionsgesellschaft "Monarch Distribution“ bietet ihr 20.000 Dollar, wenn sie die Hauptrolle in einem Pornofilm übernimmt.

„Wie Sie sicher schon gelesen haben, findet Sie die absolute Mehrheit super heiß. Seitdem Sie wieder in den Schlagzeilen sind, können wir uns vor Anfragen unserer Fans nicht mehr retten. Wir geben Ihnen die einmalige Gelegenheit, Ihre Bekanntheit umzumünzen", heißt es in einer E-Mail von Firmen-Boss Michael Kulich, die dem Internet-Blog "The Daily Dot" vorliegt.

Der "Engel mit den Eisaugen": Amanda Knox

Man nennt sie auch den "Engel mit den Eisaugen": Amanda Knox

Sie könne völlig frei bestimmen, mit wem und "in welchen sexuellen Aktivitäten" sie agieren möchte, heißt es weiter. Besonders dreist ist das Argument, mit dem Kulich versucht die Frau, die Einspruch gegen den Schuldspruch einlegen will, zum Einwilligen zu bringen: "Sie werden für ihre weitere Ausbildung sowie für die weitere Berufung in diesem unglücklichen Verfahren sicher Geld brauchen."

Das ist nicht die erste Offer aus der Schmuddelecke, die die 26-Jährige bekommt. 2011, nachdem sie erstmals freigesprochen worden war, wollte "Vivid Entertainment", Welt-Marktführer im Bereich Erotik-DVDs, Amanda Knox als Repräsentantin für das Unternehmen gewinnen. Dabei hätte sie sogar ihre Klamotten anbehalten dürfen, hieß es damals.

Auf dieses Angebot ist Knox damals nicht eingegangen, und auch Kulich wartet wohl umsonst auf eine Antwort.

hn/D. Sindermann

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