Zerstörerische Forderung

Amazon-Händler stellt kuriose Bedingung an einen Kunden - der macht sie öffentlich

Ein Amazon-Kunde hat sich schwer gewundert, als er bei einem Händler eine Rückerstattung angefragt hat. Dessen zerstörerische Forderung machte er nun öffentlich.

Magdeburg - Ist das wirklich so passiert? Das ist natürlich nicht bestätigt, aber wie ein Fake sieht es nicht gerade aus: Ein Amazon-Händler hat laut einem Nutzer eine skurrile Forderung an ihn gestellt. Der Kunde machte sie via Twitter publik. Doch was auf den ersten Blick abwegig klingt, ergibt dann für manche doch einen Sinn ...

Amazon-Händler: Kunde soll Bestellung zerstören

Offensichtlich hat der Kunde bei einem Dritthändler via Amazon bestellt. Und wollte den Einkauf dann zurücksenden. Normalerweise erwartet man weitere Anweisungen, vielleicht auch ein Rücksendeetikett. Stattdessen kam eine schriftliche Aufforderung des Händlers: „Zerstören Sie das Produkt dann und senden Sie mir die Fotos, dann erhalten Sie die Rückerstattung, Sie müssen das Produkt nicht zurückschicken.“ Frei nach einem Klassiker-Song von Wir Sind Helden: Hol den Vorschlaghammer!

Der Verkäufer forderte den Kunden auf, den gekauften Artikel zu zerdeppern statt ihn intakt zurückzusenden. Und der war keineswegs günstig, wie der Twitterer auf Rückfrage erklärt. „War‘s ein absoluter Billigartikel?“, will nämlich einer wissen. „Naja, es waren zwei mit einem Gesamtwert von etwas über 30€ ...“

Amazon-Händler stellt Forderung - und Twitter-Nutzer haben mögliche Erklärung

Aber bei genauerem Überlegen wird die Intention des Verkäufers dann doch einigermaßen klar: Weil der Händler die Kosten der Rücksendung tragen UND dann das Produkt entsorgen oder für den Weiterverkauf bereitmachen müsste, hat er sich für die zerstörerische Anweisung entschieden. Um zu vermeiden, dass der Kunde ihn übers Ohr haut und am Ende Geld und Artikel hat. „Die Ware zurückzunehmen, kostet den Händler mehr als wenn er den Kunden sie zerstören und entsorgen lässt“ und „Coole Sache vom Händler, da die Retoure mehr Zeit und Geld kostet! Top!“, unken dann auch ein weitere Twitter-Nutzer.

Die Verwunderung jedoch bleibt. Zumal das Vorgehen auch nicht gerade umwelt- und ressourcenschonend ist. „Mir fällt es schwer, hier zu rechtfertigen, dass der Markt regelt. Wtf is this?“, wundert sich ein Twitter-User. Und am Ende gab es dann offenbar doch ein Happy End für das Produkt: Der Vorschlaghammer wurde nicht benötigt. „Ich musste sie nicht zerstören“, schreibt der Amazon-Kunde wenige Stunden später. Ein anderer Amazon-Kunde hat sich kürzlich schwer gewundert, als er sein Paket öffnete. (lin)

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