„Einfach ein- und ausgehen“

Nie wieder Schlange stehen: Erster Amazon-Supermarkt in Europa - ganz ohne Kasse

Die gewünschten Waren in die Taschen füllen - und den Laden dann einfach verlassen, ohne an einer Kasse Schlange zu stehen? Das Konzept von „Amazon Fresh“.

London - In der britischen Hauptstadt gibt es sei vergangener Woche einen „Amazon Fresh“: Einen Supermarkt des Online-Versandhandels - ohne Kasse, ohne Kassier:innen. „Wir wissen, dass Kunden in Großbritannien bequem einkaufen möchten, und wir glauben, dass sie es zu schätzen wissen, mit den benötigten Einkäufen einfach ein- und ausgehen zu können“, sagte der Großbritannien-Chef von Amazon Fresh, Matt Birch., zu PA.

Aber wie soll „bequem“ gehen, wenn in dem Laden das Personal reduziert ist? So funktioniert es:

  • Kund:innen müssen ein Amazon-Konto haben.
  • Um den Laden zu betreten, scannen sie mit ihrem Smartphone einen QR-Code.
  • Innerhalb des Ladens sorgen Kameras, Sensoren und künstliche Intelligenz dafür, dass die Warenbewegungen genauestens überwacht werden.
  • Am Ende des Einkaufs können die Einkaufenden einfach aus dem Laden spazieren.
  • Die Kosten werden automatisch mithilfe einer App von ihrem Amazon-Konto abgezogen.

Amazon-Laden ohne Kasse: In den USA gibt es sie bereits seit drei Jahren

Drei Jahre nach dem Start in den USA ist das Konzept nun also auch in Europa vertreten. Der Laden befindet sich in einem Einkaufszentrum im Londoner Stadtteil Ealing.

In den USA hingegen hat Amazon bereits 28 solcher Go-Läden in Seattle, Chicago, San Francisco und New York. Amazon bietet die Technologie seit vergangenem Jahr auch anderen Händlern an.

Amazon steigt in der Supermarkt-Business ein - nachdem sie Lebensmittel bereits versenden

Schon seit längerem gibt es Gerüchte über einen breiten Einstieg von Amazon in den umkämpften britischen Lebensmittelmarkt, während die vom Online-Händler übernommene Bio-Kette Whole Foods mehrere Filialen in London hat. Erwartet wird, dass eine der größeren Ketten mit dem Konzern zusammenarbeitet.

Bereits seit 2016 liefert Amazon Fresh in Großbritannien online bestellte Lebensmittel aus. Bisher hat das Unternehmen aber noch nicht allzu stark Fuß gefasst. Schätzungen zufolge liegt der Marktanteil derzeit bei 3 Prozent. (AFP/dpa/frs)

Rubriklistenbild: © Victoria Jones/dpa

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