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Pitbull-Angriff auf 19-Jährige und ihren kleinen Hund: Amazon-Fahrerin wird zur Heldin

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Retterin in der Not: Eine Amazon-Fahrerin nahm es mit einem Pitbull auf.
Retterin in der Not: Eine Amazon-Fahrerin nahm es mit einem Pitbull auf. © MICHAEL RAY/STORYFUL

Eine Amazon-Fahrerin als Retterin: Eine 19-Jährige und ihr kleiner Hund wurden in Las Vegas von einem Pitbull angegriffen. Die Postbotin griff beherzt ein.

München/Las Vegas - Postboten und Hunde - diese beiden sind sich oftmals nicht grün. Die Vierbeiner verteidigen gegen die „Eindringlinge“ zumeist ihr Revier. In einem Video aus dem US-amerikanischen Las Vegas jedoch trug es sich ganz anders zu: Ein großer Hund griff eine 19-Jährige und einen kleinen Hund an. Und eine Amazon-Paketzustellerin, die nur zufällig vorbei kam, war die Retterin.

Pitbull greift an: „Mein erster Gedanke war: Rette den Hund“

Am 13. Dezember wunderte sich Lauren Ray, dass vor ihrer Haustür ein Hund stand: Ein Pitbull, den sie im ganzen Video zunächst sogar streichelt. „Ist nicht meiner“, hört man sie sagen. Und: „Ich weiß nicht, wem er gehört.“ Dann aber ändert sich die eigentlich friedliche Szene schnell und radikal.

Der größere Hund greift den kleineren an. Der Pitbull stürzt sich auf Max, den kleinen Familienhund. Ray reagiert instinktiv, will die beiden auseinander bringen, schafft dies nach einigem Rangeln auch, nimmt Max zu sich hoch. Auf Fox 5 News Las Vegas sagt sie: „Mein erster Gedanke war: Rette den Hund. Ich hätte mich beißen lassen, das war mir egal, doch er hatte ja keine Chance gegen ihn.“

Doch der fremde Hund gibt nicht auf, schnappt nach Ray und nach Max, obwohl sie sich mehrfach weg dreht. Schließlich schreit sie um Hilfe, unfähig, sich aus der Situation zu befreien, und immer noch um das Wohl ihres Max besorgt.

Amazon-Paketzustellerin eilt zu Hilfe - Hund attackiert kleineren Hund

Zu Hilfe eilt dann die Amazon-Paketzustellerin Stephanie Lontz. Entschlossen springt sie zwischen Ray mit Max auf dem Arm und den angreifenden Hund, ruft „Nein, nein, nein!“ Das verschafft Ray genug Zeit, um ins Haus zu flüchten, wie es ihr Lontz sagt. Kurios: Lauren Rays Vater, der nicht im Haus war, aber eine Nachricht von der Haus-Kamera erhalten hatte, musste per Video alles mit ansehen. Schließlich kann er erleichtert aufatmen. Als letzten Satz gibt Lontz dem Pitbull noch ein „Du bist ein böser Hund“ mit auf den Weg.

Erst, weil die Rays das Video des Angriffs posteten, fanden sie Lontz, die nach dem Vorfall gleich verschwunden war. Sie dankten ihr, und von ihrem Arbeitgeber, einer lokalen Kurierfirma, die mit Amazon zusammenarbeitet, bekam sie Geschenke und Ballons. Lontz sagte, Rays Hilferufe hätten sie an ihr eigenes Kind erinnert: „Ich hoffe, dass jemand meinem Kind in einer ähnlichen Situation auch helfen würde.“ (cg)

Sowas gibt es doch eigentlich nur in Büchern und Filmen: Ein Menschenkind wurde in einer indischen Provinz von Tieren gerettet. Hundebabys hielten es über Nacht warm.

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