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Amokläufer in Österreich gehörte zu rechtsextremer Szene

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Schwer bewaffnete Polizisten sichern das Areal, auf dem es zu den tödlichen Schüssen kam.
Schwer bewaffnete Polizisten sichern das Areal, auf dem es zu den tödlichen Schüssen kam. © afp

Nenzing - Bei einem Dorffest in Österreich starben am Sonntag drei Menschen. Ein Mann hatte um sich geschossen. Nun kam heraus: Der Täter gehörte zu einem Neonazi-Netzwerk.

Nach dem tödlichen Amoklauf bei einem Dorffest in Österreich sind Einzelheiten über die rechtsextreme Vergangenheit des Täters bekannt geworden. Der Mann, am Sonntag zwei Menschen erschoss und zwölf weitere verletzte, bevor er sich selbst tötete, gehörte nach Polizeiangaben bis 2013 zum Neonazi-Netzwerk "Blood and honour". Ermittlungen hätten ergeben, dass der 27-Jährige auch danach noch der rechtsextremen Szene nahestand, teilte die Polizei am Montag mit.

Die Schüsse feuerte er demnach aus einem serbischen Nachbau eines Kalaschnikow-Gewehr ab, wie die Ermittler bei einer Pressekonferenz im Voralberger Bregenz mitteilten. In seinem Auto sei ein baugleiches Exemplar gefunden worden.

Der Polizei zufolge wurde der aus Vorarlberg stammende Mann zwischen 2005 und 2010 acht Mal rechtskräftig vorbestraft, unter anderem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. In der Nacht zum Sonntag stritt er sich bei einem Dorffest in Nenzing mit seiner Lebenspartnerin, holte die Zastava M92 aus seinem Auto und schoss wahllos in die Menge.

Ein 48-jähriger und ein 33-jähriger Mann wurden bei der Musikveranstaltung getötet, ein weiterer Mann befand sich am Montag noch in einem lebensbedrohlichen Zustand. Zur Tatzeit hielten sich rund 150 Besucher auf dem von einem Motorradclub veranstalteten Fest auf.

AFP

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