Nun wird ermittelt

Zug kann nicht mehr bremsen: Mann stürzt schwer am Gleisbett - doch keiner der Passanten hilft

Ein Mann verletzte sich am Bahnübergang, doch niemand kam ihm zu Hilfe.
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Ein Mann verletzte sich am Bahnübergang, doch niemand kam ihm zu Hilfe.

Ein Mann verletzt sich am Bahnübergang, fällt bewusstlos aufs Gleisbett. Doch umstehende Passanten kommen dem 58-Jährigen nicht zu Hilfe. Nun ermittelt die Polizei.

Anrath - Eine Notlage kann womöglich jedem einmal passieren, dass in genau so einem Moment dann auch umstehende Passanten helfen, erhofft sich vermutlich jeder. Eine solche Situation ist nun am Mittwoch, 16. Dezember 2020, in Anrath in NRW passiert. Gegen 19 Uhr geriet ein Mann in Lebensgefahr, doch Passanten schauten einfach weg. Nun wird wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt.

Die Polizei Kaiserslautern ermittelt ebenfalls: Passanten entdecken eine Leiche. Der Fund der Toten stellt die Polizei vor ein Rätsel. Die Frau wurde Opfer eines Verbrechens, doch ihre Identität ist unklar.

Anrath/NRW: Mann fällt verletzt aufs Gleisbett - Passanten kommen ihm nicht zu Hilfe

Wie die Polizei am Donnerstag erklärt, wurde ein 58 Jahre alter Mann aus Willich von der sich senkenden Schranke am Bahnübergang am Kopf getroffen. Der Mann stürzte daraufhin, wurde verletzt und blieb zwischen Schranke und Gleisbett liegen. „Und diejenigen, die dabei standen, halfen nicht, sondern machten sich leise davon“, erklärt die Polizei in einem veröffentlichten Statement. Rettungskräfte, die an den Bahnübergang gerufen worden waren, schilderten kurz darauf die Situation. Demnach wurde zwar der Notruf abgesetzt, der Mann jedoch einfach an der kritischen Stelle am Bahnübergang liegen gelassen.

NRW: Polizei veröffentlicht erste Details - Rettungskräfte können 58-Jährigen versorgen

Zeitgleich mit den Rettungskräften habe sich auch der Zug dem Bahnübergang genähert. Obwohl der Zugführer noch ein akustisches Signal absetzte, griff keiner der umstehenden Passanten ein. Der einfahrende Zug konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, er verpasste den verletzten Mann nur knapp. Rettungskräfte kümmerten sich umgehend um den Verletzten und zogen ihn aus dem Gefahrenbereich.

NRW: Polizei ermittelt nun - Passanten schauten einfach weg

Wie die Polizei weiter erzählt, soll es sich bei den untätig rumstehenden Passanten um zwei Frauen und einen Mann handeln. Die beiden Frauen sind nach Angaben der Sanitäter etwa 20 Jahre alt, haben blondes Haar und sind etwa 1,70 Meter groß. Der Mann sei etwa 45 bis 50 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß, Er hat eine kräftige Statur und hat lange, dunkelbraune Haare. Der verletzte 58-Jährige wurde in einem Krankenhaus ambulant behandelt. Die Kripo ermittelt nun und bittet um Hinweise auf die Tatverdächtigen unter der Rufnummer 02162/377-0.

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