Seinen Onkel erstochen?

Weil er nicht warten wollte: Mann ruft bei Polizei an und gibt sich als Mörder aus

Notruf
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Ein Notruf löste einen Polizeieinsatz aus. Für den Anrufer könnte er nun Folgen haben (Symbolbild)

Ein Mann in Baden-Württemberg wollte nicht länger auf einen Arzt warten. Am Telefon gab er sich deshalb als Mörder aus, nun ermittelt die Polizei gegen ihn.

Steinheim an der Murr/München - Im beschaulichen Steinheim an der Murr (ca. 12.000 Einwohner) brachte ein ungeduldiger 50-Jähriger die Polizei auf Trab. Sein Onkel klagte über Rückenschmerzen, der alarmierte Arzt brauchte für den Geschmack des Anrufers zu lange. Aus Ungeduld gab sich der Anrufer als Mörder aus.

Anrufer gibt sich als Mörder aus: Großer Polizeieinsatz mit Folgen

Dass der Krankenwagen bei der Adresse des Anrufers sofort ankam, erreichte der 50-Jährige. Jedoch machten sich mit dem Sanitäter auch mehrere Polizeistreifen und ein Notarzt auf den Weg nach Steinheim an der Murr nördlich von Stuttgart. Aus gutem Grund: Der Anrufer gab am Telefon zu verstehen, seinen Onkel erstochen zu haben. Dort angekommen stellten die Einsatzkräfte fest, dass die Straftat frei erfunden war - der Onkel hatte nur Rückenschmerzen. Der Vorfall ereignete sich gegen 21 Uhr. Nachdem die beiden Männer am Samstagabend eine Stunde auf einen Arzt gewartet hatten, dachte sich der Neffe aus Ungeduld den Mord aus. Eine schlechte Idee, da auf den 50-Jährigen Anrufer nun juristische Konsequenzen warten.

Der 50-Jährige muss sich der Polizei zufolge nun wegen Vortäuschens einer Straftat verantworten, außerdem prüfen die Ermittler, ob er den Einsatz bezahlen muss. Das Vortäuschen einer Straftat stellt einen Straftatbestand dar und kann mit empfindlichen Sanktionen belegt werden.

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