Mysteriöse Mordanschläge: Polizei jagt Maskenmann

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Nach den mysteriösen Mordanschlägen auf eine Berliner Unternehmerfamilie jagt die Polizei den Täter jetzt mit einer Phantom-Zeichnung. Offenbar trug der Unbekannte einen militärischen Tarnanzug.

Berlin - Nach den mysteriösen Mordanschlägen auf eine Berliner Unternehmerfamilie jagt die Polizei den Täter jetzt mit einer Phantom-Zeichnung. Offenbar trug der Unbekannte einen militärischen Tarnanzug.

Nach den mysteriösen Anschlägen auf eine Unternehmerfamilie in Brandenburg hat die Polizei noch keine heiße Spur. Lediglich sechs Hinweise aus der Bevölkerung haben die Ermittler bisher bekommen. “Sie sind jedoch nicht der Rede wert“, sagte ein Polizeisprecher. Helfen soll eine Zeichnung, die nach einer Beschreibung von Louisa Pepper angefertigt wurde.

Der 23-jährigen Unternehmertochter galten die Schüsse, die am Sonntagmorgen um 7.20 Uhr auf einer Pferdekoppel in Bad Saarow (Brandenburg) fielen. Sie hatte die Pferde vom angrenzenden Villengrundstück der Familie auf die Koppel führen wollen, als der Täter auftauchte.  Ein Wachmann der Famile warf sich zwischen den Maskenmann und Louisa und wurde von dem Schuss getroffen. Der Täter ist offenbar mit einem Motorrad geflüchtet. Er soll einen militärischen Tarnanzug, einen Helm, Schnürstiefel und ein Netz vor dem Gesicht getragen haben. "Das kann eine Fantasieuniform sein oder einer von den Anzügen, wie sie im Paintball-Sport verwendet werden", sagte ein Ermittler der "B.Z.".

Die Angehörigen des 2003 verstorbenen Investors Karl Heinz Pepper, der unter anderem das Europacenter am Berliner Kurfürstendamm errichtet hat, hatten bereits nach einem Überfall vor sechs Wochen einen privaten Sicherheitsdienst engagiert. Am 22. August war die Unternehmergattin Petra Pepper (58) von einem Maskierten vor der Villa in Bad Saarow niedergeknüppelt und schwer verletzt worden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um den gleichen Täter handelt, der nun die Schüsse auf Tochter Louisa abgegeben hat. Die Hunde der Familie konnten den Angreifer damals in die Flucht schlagen, möglicherweise hat er einen Hundebiss davongetragen.

Der 31-jährige Wachmann liegt nach mehreren Operationen auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Bad Saarow. Dort konnte er laut "B.Z." am Mittwoch das erste Mal von Beamten der Mordkommission befragt werden. "Wesentliche neue Erkenntnisse konnten wir aber nicht gewinnen", sagte ein Polizeisprecher dem Blatt. Die Familie steht unter Polizeischutz. Rund 50 Polizisten suchten das Familienanwesen am Scharmützelsee nach möglichen Beweisstücken ab.

Eine heiße Spur gibt es bisher aber offenbar nicht. Die Mordkommission wurde auf 20 Beamte aufgestockt. Am Donnerstag hat die Polizei Schützenvereine und Jagdpächter in der Region kontrolliert.

Ein Raubüberfall sei ausgeschlossen, schreibt der "Tagesspiegel". Spekuliert wird dem Bericht zufolge in dem vornehmen Kurort über Nachbarschafts- und Eigentumsstreitigkeiten. Als nicht ausgeschlossen gilt aber auch die Rache eines verschmähten Liebhabers an der 23-jährigen Louisa.

fm/ dpa

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