Anwohner klagen wegen Lärm vom Spielplatz

Bad Schönborn/Mannheim - Quietschende Schaukeln und schreiende Kinder auf dem Spielplatz. Das ist vielen Anwohner zu laut. Der Verwaltungsgerichtshof gibt ihnen teilweise Recht: Sie müssen nicht jeden Lärm dulden.

Lärm ist nicht gleich Lärm: Schreien Kinder abends auf Spielplätzen, müssen Anwohner das dulden. Geht der Krach aber von Jugendlichen aus, müssen sie das nicht hinnehmen, wie der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Mannheim entschieden hat. Anwohner hätten lediglich Anspruch darauf, dass die Kommune die klar missbräuchliche Nutzung von Spielplätzen unterbinde, teilte der Gerichtshof am Freitag mit. Kinder, die außerhalb der Öffnungszeiten auf einem Spielplatz spielten, umfasse das ausdrücklich nicht. Ihr Lärm sei „sozialadäquat hinzunehmen“ (Az.: 10 S 2428/11).

Anders sehe es bei Lärm von Jugendlichen und Erwachsenen aus, die den Spielplatz für Partys missbrauchten. Dabei handele es sich um „unzumutbare Lärmbelästigungen“.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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