1. tz
  2. Welt

Asterix-Leserin macht irre Entdeckung in neuem Band, die vielen nicht auffallen wird - und kein Zufall sein kann

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Armin T. Linder

Kommentare

Neuer Asterix-Band „Asterix und der Greif“
Ein Leser schaut in den neuen Asterix-Band „Asterix und der Greif“. © Annette Riedl/dpa

Der neue Band „Asterix und der Greif“ zieht Fans in seinen Bann - viele diskutieren darüber, andere teilen ihre skurrilen Entdeckungen.

München - Der neue „Asterix“-Band ist draußen und wie immer ein großes Event für Fans. Viele haben sich die Ausgabe schon am Erscheinungstag (21.10.) gesichert und/oder verbringen das Wochenende damit. So mancher ist auch bereits durch. „Der neue Asterix-Band ist durchaus gelungen: eine abenteuerliche Reise, witzige Nebenfiguren und ein paar satirische Anspielungen mit aktuellem Bezug. Lesenswert“, lobt der Twitter-Nutzer „Nor Bert“ die Geschichte.

„Asterix und der Greif“: Hamster sieht nicht nach Hamster aus

„Freue mich jedes mal drauf!“, gibt ein weiterer User zu Protokoll und zeigt seine Errungenschaft. „Stören Sie mich nicht. Ich habe zu tun...“, fordert ein anderer Fan zu einem Foto der Ausgabe. Auch über kleine Details lassen sich die Asterix-Fans bei Twitter aus. Einer findet - siehe unten, dass der Hamster wenig Ähnlichkeit mit einem Hammer hat.

„Asterix und der Greif“: Eine Figur heißt „Fakenius“

„Asterix und der Greif“ heißt der neue Band - und er bietet über die Geschichte hinaus offenbar wieder eine Menge kleiner Gags, die es zu entdecken gilt. Einen solchen hat eine Leserin in der französischsprachigen Ausgabe entdeckt: Die Macher haben einem Charakter doch tatsächlich den Namen „Fakenius“ spendiert. Die Ähnlichkeit zum Begriff „Fake News“ ist ziemlich sicher kein Zufall - denn Fakenius verbreitet Gerüchte. „Brillant“ und „Ich liebe es“, reagieren Nutzer auf die skurrile Anspielung.

Die Comic-Helden Asterix und Obelix reisen in ihrem neuen Abenteuer erstmals in das Gebiet von Russland. In „Asterix und der Greif“ erscheint ein Schamane vom antiken Stamm der Sarmaten dem alten Miraculix im Traum und bittet ihn zu kommen. Denn eine Prophezeiung hat den Sarmaten versprochen: „Hilfe kommt von den Galliern, vor allem vom kleinsten unter ihnen.“ Der Druide bricht daraufhin mit Asterix und Obelix in die Weiten der verschneiten Steppe auf, so weit östlich waren die Helden noch nie.

Natürlich kommt es bald zum ersten Zusammenstoß mit Cäsars Legion. Denn der intrigante Herrscher Roms will für seine Zirkusspiele ein legendäres Tier entführen lassen: den heiligen Greif der Sarmaten, ein Mischwesen, halb Adler und halb Löwe. Skrupellos nehmen die Römer eine Geisel und ahnen nicht die Folgen. „Asterix und der Greif“ ist das 39. Asterix-Abenteuer und die fünfte Gemeinschaftsarbeit der Franzosen Jean-Yves Ferri (Text) und Didier Conrad (Zeichnungen).

„Asterix und der Greif“: Erstes Album nach Tod von Albert Uderzo

Es ist zugleich das erste Album, das nach dem Tod des ursprünglichen „Asterix“-Zeichners Albert Uderzo erscheint. Die Skizzen und Entwürfe waren dem Altmeister noch vorgelegt worden. Uderzo ist im März 2020 im Alter von 92 Jahren gestorben. Er hatte sich schon Jahre zuvor als „Asterix“-Verantwortlicher zurückgezogen. 2011 hatten Ferri und Conrad ihn dann in dieser Rolle abgelöst. Uderzo hatte die Figuren Asterix und Obelix 1959 mit dem Autor René Goscinny geschaffen. Nach dessen plötzlichen Tod 1977 machte Uderzo Jahrzehnte allein weiter.

„Beim neuen Band hatte ich gedacht, dass wir uns am weitesten entfernt hätten vom Stil von Goscinny und Uderzo“, sagte Ferri im dpa-Interview. „Aber jetzt kommen die ersten Reaktionen der Leute, die den Comic schon gelesen haben. Und die sagen mir: „Das ist der Band, bei dem Du Dich dem alten Stil bisher am meisten annäherst.“ Das ist also eine sehr subjektive Sache.“ Der Comic erscheint mit einer internationalen Startauflage von fünf Millionen Exemplaren. Mehr zum neuen „Asterix“ lesen Sie hier bei Merkur.de. (lin/dpa)

Auch interessant

Kommentare