Rumms!

Astrazeneca-Impfstoff: Skurrile Nudel-Drohung geht viral und sticht viele Pasta-Fans ins Herz

Das Tauziehen um den Corona-Impfstoff Astrazeneca sorgte für einen Tweet, der viral ging - mit einer nicht ganz ernst gemeinten Pasta-Drohung.

Sydney - Das Tauziehen um den Astrazeneca-Impfstoff zwischen Australien und Italien hat für eine skurrile Pasta-Drohung gesorgt, die viral ging. Am Donnerstag (4.3.) war in Brüssel bekannt geworden, dass Italien die Lieferung von 250.000 Dosen des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca an Australien verhindert hat. Damit wurde erstmals die Corona-Impfstoff-Ausfuhr aus der EU in einen Drittstaat gestoppt.

Australien hat aber durchaus Verständnis für die Export-Blockade gezeigt. Die Lage in Europa sei deutlich schlimmer und die gestoppte Lieferung von 250.000 Impfstoffdosen in Australien ohnehin nicht für die Verteilung in den nächsten Wochen eingeplant gewesen, sagte Premierminister Scott Morrison am Freitag (5.3.). 

Corona-Impfstoff-Tauziehen: Australier spricht nicht ernst gemeinte Pasta-Drohung aus - die geht viral

Ein ernstes Thema also, bei dem es um die Gesundheit der Menschen geht. Doch in der Corona-Krise helfen Scherze vielen Menschen auch, die furchtbaren Dinge und die seriösen Herausforderungen zu verarbeiten. Kein Wunder also, dass der haarsträubende Tweet von Naaman Zhou viral ging. Er ist Reporter für den australischen Guardian. Und richtete nach Italien eine - natürlich nicht ernst gemeinte - Nudel-Drohung.

Zum Foto einer Barilla-Nudelpackung schrieb er: „Ich werde diese in zwei Hälften zerbrechen und sie in einer auf Sahne basierenden Sauce kochen, die ich ‚Carbonara“ nenne, wenn Italien nicht zustimmt, die 250.000 AstraZeneca-Impfdosen an Australien freizugeben.“ Rumms! Das hat gesessen! Und alleine schon die Vorstellung dürfte manchem echten Pasta-Fan die Schweißperlen auf die Stirn treiben.

Denn: Erstens gilt es bei vielen als verpönt, Spaghetti, Linguine oder andere lange Nudeln vorm Kochen zu brechen. Und zweitens ebenso, eine Carbonara-Sauce mit Sahne zuzubereiten. Der Gag ging viral - mit mehr als 4.500 Retweets und rund 37.000 Likes in den ersten etwa vier Tagen.

Corona-Impfstoff-Tauziehen: Australier rudert nach Pasta-Drohung zurück

Etwas so Schlimmes zu tun, würde aber Naaman Zhou nicht einfallen, räumte er dann am Tag danach ein. „Nah, warum würde ich mir selbst das antun? Ihr könnt die Impfstoffe behalten“, schrieb er. Doch da war es schon zu spät! Es kamen andere Nutzer auf NOCH wildere Gedanken. „Bitte eskalier die Drohung, indem du angibst, dass die Sauce aus einem Glas kommt und das Gericht mit einem Glas geriebenen Parmesans und gefrorenem Knoblauchbrot begleitet wird.“

In den vielen, vielen Kommentaren gibt‘s auch weitere schrägere Ideen. Und ein Geständnis. „Hier ein Italiener“, holt einer aus. „Wenn ich nur für mich selbst koche und einen kleinen Topf benutze, breche ich sie in zwei Hälften, damit sie schneller in den Topf passen und um ein gleichmäßiges Durchkochen zu gewährleisten.“ Er zeigt sich sicher, dass sich die meisten davon gar nicht angegriffen fühlen. Und ergänzt: „In Sahne kochen, andererseits ...“ Auch Pizza-Diskussionen sorgten immer wieder für Aufsehen. Giovanni Zarrella bekam einst einen Schock bei einer Gemüse-Pizza. Und was diese Hobby-Köchin macht, dürfte Italiener wirklich empören. (lin)

Rubriklistenbild: © Naaman Zhou bei Twitter

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