Auf Amazonas-Kreuzfahrt durch den Regenwald reisen

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Auf einer Amazonas-Kreuzfahrt erleben Sie Papageien und andere exotische Tiere in freier Wildbahn.

Wilder Dschungel, fremdartige Geräusche, exotische Tiere – der Amazonas bietet eine atemberaubende Kulisse für eine Kreuzfahrt. Auf dem längsten Strom der Erde durch Südamerika zu reisen, ist ein fantastisches Erlebnis. Aber das Klima ist für Europäer ungewohnt.

Der Amazonas ist ein wahrer Superlativ

Mitten in den Anden von Peru entspringen die beiden Flüsse Maranón und Ucayali. Kurz vor der peruanischen Großstadt Iquitos vereinigen sie sich zum mächtigsten Strom der Erde: dem Amazonas.

Von Peru aus fließt er über die Grenze nach Brasilien und dann quer durch das ganze Land, bis er in den Atlantik mündet. Mit etwa 6.800 Kilometern ist er der längste Fluss der Welt. Über 1.000 Nebenflüsse zweigen von ihm ab und bilden ein gigantisches Flusssystem. Das Einzugsgebiet des Amazonas, das sogenannte Amazonasbecken, bedeckt nahezu den ganzen Norden Südamerikas.

Vor allem im östlichen Teil Brasiliens ist der Amazonas so breit, dass ihn sogar die gewaltigen Kreuzfahrt-Schiffe befahren können, die sonst nur die Ozeane durchqueren. Mit der klassischen Vorstellung von einem Fluss, der gemächlich in seinem Bett fließt, hat er wenig gemein: Viele Monate im Jahr überschwemmt er die angrenzenden Gebiete in einer Breite von 100 und mehr Kilometern. Man spricht deshalb auch vom Amazonas-Gebiet.

Manaus ist Start oder Ziel fast jeder Amazonas-Kreuzfahrt

Eine Kreuzfahrt auf dem Amazonas startet meistens nahe der Mündung am Atlantik und führt dann flussaufwärts. Viele Schiffe fahren bis zur brasilianischen Metropole Manaus am Rio Negro, dem zweitgrößten Nebenfluss des Amazonas. Die Großstadt mit mehr als 1,8 Millionen Einwohnern verkörpert das quirlige brasilianische Lebensgefühl und bietet kulturelle Highlights wie das weltberühmte Teatro Amazonas. Von Manaus aus fliegen die Urlauber zurück an die Ostküste Brasiliens und besuchen zum Beispiel Rio de Janeiro oder Sao Paolo, bevor Sie nach Hause fliegen.

Auch der umgekehrte Weg ist möglich: Wer in Manaus startet, fährt mit dem Kreuzfahrt-Schiff den Amazonas hinunter bis zum Atlantik. Viele Reise-Angebote kombinieren die Kreuzfahrt mit einem anschließenden Abstecher in die Karibik. Antigua, Barbados, die Dominikanische Republik und viele andere Urlaubsparadiese sind mit dem Flugzeug in wenigen Stunden zu erreichen.

Manchmal begleiten rosa Delfine die Schiffe

Weiter flussaufwärts ist der Amazonas nur mit etwas kleineren Kreuzfahrt-Schiffen befahrbar. Je näher man den Anden kommt, desto wilder wird die Umgebung: Der Amazonas fließt mitten durch den tropischen Regenwald. Affen und Papageien sorgen Tag und Nacht für eine exotische Geräuschkulisse. Die Schiffe pflügen durch Felder gigantischer Seerosen, manchmal begleitet von den berühmten rosa Flussdelfinen, die im Amazonas leben.

Inzwischen gibt es bei fast jeder Kreuzfahrt die Möglichkeit, Ausflüge mit dem Schlauchboot zu buchen. Damit kann man die Nebenarme des Amazonas erkunden und tief in den Dschungel vordringen.

Das tropische Klima ist feucht und schwül

Am Amazonas herrscht das ganze Jahr über tropisches Klima. Die Temperaturen sinken selten unter 25 Grad, meistens liegen sie zwischen 28 und 33 Grad. Die Luftfeuchtigkeit erreicht oft 90 Prozent und mehr. Mehrmals am Tag regnet es kurz, aber kräftig. Für den Kreislauf eines Europäers kann dieses Wetter eine Herausforderung sein. Allerdings sind Kreuzfahrt-Schiffe klimatisiert und bieten in den geschlossenen Räumen gute Möglichkeiten, sich von der feuchten Hitze zu erholen. Kreuzfahrer mit empfindlichem Kreislauf sollten sich langsam an das tropische Klima gewöhnen und in den ersten Tagen viel Zeit unter Deck verbringen.

Wann das beste Reiswetter ist, hängt von den eigenen Prioritäten ab: Zwischen Oktober und Februar ist es besonders heiß, dafür aber weniger feucht. Deshalb gibt es in dieser Zeit nicht so viele Moskitos. Von April bis August ist es meistens ein wenig kühler. Dafür regnet es häufiger und stärker. Ein Kompromiss können die Monate dazwischen sein: Wer im September oder im März zur Amazonas-Kreuzfahrt aufbricht, erwischt mit etwas Glück eine Wetter-Periode mit wenig Regen und ohne die ganz große Hitze.

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