Hilft impfen?

Ausbruch bei Turnier: Zahlreiche Pferde mit Herpes-Virus infiziert

Ein Pferd frisst und steht auf einer Koppel
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Zahlreiche Pferde mit Herpes-Virus infiziert (Symbolfoto)

In Spanien bricht eine Pferdeseuche aus, die mittlerweile auch in Deutschland angekommen ist. Mehrere Pferde sind bereits an der Krankheit gestorben:

Baden-Württemberg - Bei einem Turnier in Valencia (Spanien) bricht das Herpes-Virus aus. Zahlreiche Pferde sind erkrankt, Medienberichten zufolge seien bereits fünf Tiere von deutschen Reitern an der Krankheit verstorben. Wie HEIDELBERG24* berichtet, bricht vor allem in den Wintermonaten das Virus aus. Oft ist die Krankheit kaum zu erkennen, nur manche Pferde zeigen Symptome wie Fieber. Allerdings leiden die Tiere, die sich durch das Virus in Valencia erkrankt sind, weitaus schlimmere Reaktionen. Sie können ihr Gleichgewicht nicht mehr halten, kaum laufen oder stehen.

Eine Impfpflicht gibt es derzeit nicht. Grund ist ein Impfstoffmangel, wie die Deutsche Reiterliche Vereinigung berichtet. Allerdings betont die FN in ihrem Schreiben, dass eine Impfung „den Ausbruch der Erkrankung beim einzelnen Pferd nicht sicher verhindern“ kann. Infizierte Tiere könnten aber weniger Viren ausscheiden. Damit sinke das Risiko einer Krankheitsübertragung. „Die Impfung hat vor allem dann einen Effekt, wenn möglichst alle Pferde in einem Stall geimpft sind. Je mehr Pferde geimpft sind und damit weniger Viren ausscheiden, desto mehr sinkt auch der Infektionsdruck“, heißt es weiter. In Baden-Württemberg ist mindestens ein Stall von dem Herpes-Ausbruch betroffen. (jol) *HEIDELBERG ist ein Angebot von Ippen-Media.

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