Brutale Attacke

Weißer Hai beißt zu: Surfer wie von „Lastwagen gerammt“ - doch dann beweist er unglaubliche Stärke

Eine Hai-Forscherin schwimmt neben einem riesigen weißen Hai vor der Küste der Insel Oahu (Hawaii)
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Weiße Haie können bis zu sechs Meter groß werden (Symbolbild).

Ein australischer Surfer wollte sich nur einen typischen Surf-Tag auf Kangaroo Island gönnen. Mit einem brutalen Hai-Angriff hatte er dabei nicht gerechnet.

  • An einem normalen Surftag im Meer paddelt ein Australier im Wasser.
  • Es kommt zu einem brutalen Hai-Angriff.
  • Trotz gravierender Bisswunden des Hais, gelingt es dem Australier sich ans Ufer zu retten.

D‘Estrees Bay - Der Surf-Tag fing an wie jeder andere des 29-jährigen Australiers. In D´Estrees Bay, einer Bucht auf Kangaroo Island vor Australiens Südküste, wollte der Australier seinen Tag einfach mit surfen verbringen.

„Der Hai biss ein Stück von meinem Surfbrett ab“

Auf seinem Surfbrett sitzend vernahm der Mann auf einmal einen Ruck von der linken Seite. Es war als wäre er von einem „Lastwagen gerammt worden“, berichtet er auf einem handgeschriebenen Brief. Danach verlief alles ganz schnell. „Seine Bisse erwischten mich am Rücken, Po und Ellbogen.“ Sogar von seinem Surfbrett biss der Hai ein Stück ab, teilte das Opfer des Hai-Angriffs in einer handschriftlichen Erklärung mit, die er seinem Partner im Krankenhaus diktierte. Am Montag wurde seine Schilderung des Unfalls von SA Health veröffentlicht.

Nachdem der Hai den Surfer attackierte, ließ er einfach so von ihm ab und verschwand. In genau diesem Moment konnte das Opfer einen kurzen Blick auf seinen Angreifer erhaschen. Trotz der Hai-Attacke hatte der Australier noch sein demoliertes Brett in der Hand.

Er rettete sich trotz schlimmer Bisswunden des Hai-Angriffs an den Strand

Einer der beteiligten Sanitäter, Michael Rushby, teilte laut dem australischen Sender „ABC-News“ mit, dass der Patient „erstaunliche Stärke“ bewies. Nach Aussagen des Surfers soll er tatsächlich alleine ans Ufer geschwommen sein. Doch damit war seine Rettung nicht getan. Er lief weitere 300 Meter vom Ufer bis zum Parkplatz, um Hilfe zu bekommen. „Mit dem Ausmaß seiner Verletzungen ist das ziemlich bemerkenswert.“, so Rushby.

Nach Angaben der Polizei rief er dort angelangt einem anderen Surfer zu, der gerade dabei war loszugehen. Er fuhr den Verletzten nach Kingscote, dem größten Ort auf Kangaroo Isand. Auf halber Strecke kam den beiden Surfern dann endlich der Notarzt entgegen.

„Ich bin unglaublich glücklich und dankbar und optimistisch, dass ich vollständig genesen werde“, lauten die letzten Worte der Mitteilung des Attackierten. Der Vorfall hätte viel böser, im schlimmsten Fall sogar tödlich enden können. Vor nicht allzu langer Zeit kam es in Kalifornien zu einer tödlichen Hai-Attacke eines jungen Surfers. Das Sprichwort „Glück im Unglück“ traf also selten so gut zu, wie bei der Geschichte dieses australischen Surfers.

Hai-Attacken sind in Australien keine Seltenheit

Einer Statistik der Naturschutzbehörde der Regierung von New South Wales zufolge gab es in diesem Jahr bislang sogar insgesamt acht tödliche Hai-Angriffe in australischen Gewässern. Dennoch muss man sagen, dass nicht gleich jeder Hai Menschen attackiert oder sogar tötet. In Australien kam es nämlich im Oktober zu einem Hai-Vorfall, der ganz anders verlief als man erwartet hätte. (lp)

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