Weißer Hai ohne Peilsender

Hai-Alarm mehrmals ausgelöst - weil ein Australier wichtiges Gerät entfernte

Ein Weißer Hai im Meer.
+
Einer der gefährlichsten Meeresbewohner: der Weiße Hai.

Dieser Fall in Australien lässt einige Fragen offen. Ein Mann nahm einem Weißen Hai den Peilsender ab und simulierte damit mehrfach einen Hai-Alarm.

Australien - Rund 400 Kilometer südlich von Perth sorgte ein Mann für Aufsehen. In dem Küstenstädtchen Albany, Westaustralien, hat sich ein 48-Jähriger dem Diebstahl einer „akustischen Überwachungsmarke“ schuldig gemacht. Die zuständige Polizei klagte den Australien an. Die akustische Überwachungsmarke, im Volksmund Peilsender genannt, gehörte zu einem der gefürchtetsten Tiere der Ozeane: einem Weißen Hai.

Mann entfernte Peilsender und nahm ihn an sich

Anscheinend habe der Australier, laut bild.de, den Meeresbewohner aus Versehen gefangen. Bevor er ihn wieder freiließ, entfernte er den Peilsender des Hais. Wie ihm dies gelang, bleibt wohl erstmal ein Geheimnis, Videoaufnahmen gebe es keine. Zwischen dem 13. August und dem 4. September hat der Bewohner der Kleinstadt dann insgesamt sieben mal einen Hai-Alarm ausgelöst.

Peilsender warnen Bewohner, wenn sich ein Hai nähert

Die Sender, mit denen die Haie ausgestattet sind, haben eine wichtige Funktion. Das Department of Primary Industries and Regional Development nutzt die Sender um Menschen zu warnen. Sobald ein Hai bestimmte Markierungspunkte passiert, wird dies durch den Sender registriert und der Alarm ausgelöst. An der Küste des australischen Bundesstaates Westaustralien sind insgesamt 34 solcher Empfänger installiert. Nachdem der 48-jährige Mann den Alarm mehrfach auslöste, fand die Polizei von Albany den Sender am 1. Oktober in dessen Haus.

Plan nicht durchsacht: „Unmarkierter Weißer Hai“ bleibt zurück

Richtig wütend wegen dieses unverantwortlichen Verhaltens zeigt sich Hugh Letessier, ein Polizeibeamter der Stadt. Gegenüber der Zeitung The West Australian sagt er: „Es lässt einen unmarkierten Weißen Hai zurück, von dem wir wissen, dass er sich in den Gewässern vor Albany aufhält.“ Schwimmt dieser Hai also zu nahe an die Küste, bekommt das niemand mit und die Menschen können nicht gewarnt werden. Am 4. November muss sich der Mann vor Gericht verantworten. Vielleicht beantwortet er ja bei dieser Gelegenheit ein paar der offenen Fragen und erklärt sein Motiv.

In manchen Fällen macht der Kontakt zu wilden Tieren auch durchaus Sinn. So konnte einem Hirsch in Colorado etwas Störendes entfernt werden.

Auch interessant

Kommentare