Nach den Buschbränden

Australien: Mehr als 100 Tierarten brauchen "dringend Hilfe"

Experten schlagen Alarm: Die verheerenden Buschrbrände in Australien machen nicht nur den Menschen zu schaffen. Einige einheimische Tierarten sind vom Aussterben bedroht.

Canberra (dpa) - Wegen der verheerenden Buschbrände in Australien sind nach Aussage von Experten 113 einheimische Tierarten "dringend" auf Hilfe angewiesen, darunter auch Koalas.

"Bei den meisten dieser Tiere sind mindestens 30 Prozent ihres Gebiets abgebrannt, bei vielen sogar noch deutlich mehr", erklärte ein eigens eingerichteter Expertenkreis der australischen Regierung. Auf der vorläufigen Liste stehen beispielsweise 13 Vogel-, 19 Säugetier-, 20 Reptilien- und 17 Froscharten.

Komplett ausgestorben sei aber wohl keine Tierart, heißt es weiter. Vom Aussterben bedroht sind einige Tierarten, die nur in bestimmten Regionen vorkommen: etwa die Glattechsen der Blue Mountains oder die Känguru-Insel-Schmalfußbeutelmaus. Ihr Lebensraum ist schwer zerstört.

In Australien toben seit Monaten schwere Feuer, besonders im Südosten des Kontinents. Viele Brände sind auch dank des heftigen Regens gelöscht, einige wüten aber immer noch.

Laut einer Expertenschätzung kamen mindestens eine Milliarde Säugetiere, Reptilien und Vögel bei den Bränden ums Leben. Die Regierung will 50 Millionen australische Dollar (31 Millionen Euro) für den Schutz der Tierwelt geben. Der Expertenkreis sollte helfen, herauszufinden, welchen Arten besonders geholfen werden muss.

Rubriklistenbild: © Daniel Naupold

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