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Wal-Kadaver versetzt etliche Haie in Fress-Rausch – mehrere Strände geschlossen

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Von: Antonio José Riether

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Der Kadaver eines Wals machte zog Haie an der Australischen Westküste an.
Der Kadaver eines Wals machte zog Haie an der Australischen Westküste an. © Screenshot ABC News Australia

Vor der Westküste Australiens sorgte ein toter Wal für Aufsehen. Zahlreiche hungrige Haie waren für die Sperrung mehrerer Strände verantwortlich.

Perth - Australien ist bekannt für vielfältige Landschaften und traumhafte Surfer-Strände. Allerdings ist der Staat in Ozeanien auch Heimat vieler Tiere, auch gefährliche Arten gibt es in Down Under zuhauf. Dies wurde nun zum Problem für die Bewohner und Besucher einer Insel an der Westküste des Landes. Mehrere Strände mussten zu Beginn der Woche gesperrt werden, nachdem ein Walkadaver vor der Küste mehr als ein Dutzend Haie anlockte.

Naturschauspiel vor der australischen Küste: Walkadaver lockt dutzende Haie an - Strände gesperrt

Auf und um Rottnest Island, einer Insel rund 18 Kilometer von der Großstadt Perth entfernt, tummelt sich allerhand Fauna. Etwa hundert Meter vor der Insel wurde am Dienstagmorgen australischer Zeit ein etwa 20 Meter langer Kadaver eines Blauwals oder eines Zwergblauwals gesichtet. Wie das Meeressäugetier ums Leben kam, ist allerdings unklar.

Angelockt von den Überresten des Wals versammelten sich dutzende Haie um den Kadaver, um sich an diesem zu nähren. Wie Zeugen gegenüber dem Nachrichtensender ABC oder dem Portal Perthnow.com.au berichten, machten sich zeitweise rund 25 Tigerhaie sowie fünf Bronzehaie am leblosen Körper des Wals zu schaffen. Einige Amateurvideos von Fischern sowie eine Luftaufnahme zeigen die Bilder des Naturschauspiels.

Haie fressen Walkadaver vor Australischer Küste - Meeressäuger mit Schleppleine ins Meer befördert

Die Situation wurde, wohl aufgrund der Erfahrung mit den Raubfischen, höchst effektiv gelöst. Gegenüber ABC erklärte Graeme Meinema, Hai-Reaktionsmanager der Abteilung für Grundstoffindustrie und Regionalentwicklung, den Vorgang. Der Kadaver sei noch frisch, weshalb eine Schleppleine am Wal befestigt wurde. „Wir haben im Grunde nur eine Schleife um den unteren Teil des Schwanzes gebunden“, so Herr Meinema. Mit Hilfe eines Patrouillenboots wurde der Kadaver somit aufs Meer geschleppt.

Für die Strandliebhaber gab es aufgrund des Vorfalls jedoch schlechte Nachrichten. So waren Ranger gezwungen, beliebte Badestellen in Thomson Bay, wie etwa den Pinky Beach, dem Basin und das Longreach Bay zu schließen. Die Lage entspannte sich jedoch schnell, und so wurde die Sperre bereits am Mittwoch aufgehoben. Die Menschen auf der 334-Einwohner-Insel wurden jedoch zur Vorsicht aufgerufen. (ajr)

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