Jetzt hat sie Ärger mit der Polizei

21-Jährige fährt Radler um und prahlt damit

Norwich - Eine 21-Jährige hat mit ihrem Auto einen 29-Jährigen von seinem Fahrrad gerammt und dann Fahrerflucht begangen. Anschließend prahlte sie damit auf Twitter - und muss nun die Konsequenzen tragen.

Eine aggressive Autofahrerin hat mit ihren wüsten Verhalten gegen einen Radfahrer auf Twitter geprahlt und sich damit selbst bei der Polizei verraten. Die junge Frau erklärte in einem Tweet, sie habe "definitiv einen Radfahrer vom Rad gestoßen". Dabei fühlte sie sich offenbar völlig im Recht: "Ich habe Vorfahrt!", schrieb sie weiter, und das sei ja schon deshalb so, weil der Radfahrer angeblich keine Steuern für die Benutzung der Straße zahle.

Diese selbstgerechte Prahlerei hatte nicht nur einen Shitstorm auf Twitter zur Folge, auch die Polizei wurde so auf die 21-Jährige aufmerksam. Die Beamten legten ihr daraufhin ebenfalls über Twitter nahe, sich selbst anzuzeigen. Die Polizeiaufforderung verbreitete sich schnell, und so konnte auch das Opfer identifiziert werden. Von der Polizei hieß es am Mittwoch, man sei mit beiden in Kontakt, die Ermittlungen liefen.

Radfahrer: "Ich habe Glück, dass ich noch lebe"

Der Radler selbst, ein 29-Jähriger aus Norwich, hätte den Vorfall gar nicht zur Anzeige gebracht. Wie die britische "Daily Mail" berichtet, hatte der Mann an einem lokalen Radrennen teilgenommen und war rund acht Kilometer vor der Ziellinie vom Rad gerammt worden. "Ein Auto kam um die Ecke und verfehlte den Radler vor mir nur ganz knapp. Sie fuhr auf meiner Straßenseite, erwischte mich mit dem Seitenspiegel, der abbrach und ich flog in hohem Bogen in eine Hecke. Sie hat mich ziemlich hart erwischt. Ich habe Glück, dass ich noch lebe. Aber ich konnte mich aus der Hecke befreien und aufstehen. Das Auto war nirgends mehr zu sehen. Sie hat mich umgefahren und dann war sie weg. Alles, was ich weiß, ist, dass ein blondes Mädchen hinterm Steuer saß", zitiert die Zeitung den 29-Jährigen. Verletzt hat sich der Radfahrer bei dem Unfall kaum. Nach eigenen Angaben hat er ein aufgeschürftes Knie, sein Ellbogen tut ihm weh und er hat ein paar Kratzer von der Hecke. 

Bußgelder für Radfahrer

Bußgeld-Katalog: Das kosten Radl-Sünden

Die junge Autofahrerin steht aber nicht nur wegen ihres aktuellsten Vergehens in der Kritik. Auch ältere Tweets entlarven die 21-Jährige als Straßen-Rowdy. Einmal postete sie beispielsweise ein Foto von einem Auto vor ihr und schrieb dazu: "Das ist der Grund, warum ich heute zu spät komme. Immer hänge ich hinter einem ahnungslosen, verrückten Trottel fest!" Ein anderes Bild auf ihrem Twitter-Account zeigt ihren Tacho im Auto, der über 150 km/h anzeigt - über 40 km/h mehr, als in Großbritannien erlaubt sind.

Die 21-Jährige will sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Doch eine Freundin verteidigte sie gegenüber der "Daily Mail" mit folgenden Worten: "Sie hat angehalten, aber der Typ hat nicht gebremst. Sie hat in den Spiegel geschaut und er war verschwunden. Es ist absolut lächerlich. Da war niemand, der die Radfahrer angewiesen hat, und sie waren echt schnell. Sie ist ein Mädchen aus dem Dorf, das jedes Schlagloch in der Gegend hier kennt. Sie hat eine dumme Bemerkung auf Twitter gemacht und dann hat sich alles verselbstständigt."

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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