1. tz
  2. Welt

Autoscheiben beschlagen: Ein ADAC-Trick wirkt Wunder im Winter

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Anika Hinz

Kommentare

In der kalten Jahreszeit ärgern sich viele Autofahrer über beschlagene Scheiben. Der ADAC gibt nun Tipps, wie man das Problem schnell und einfach lösen kann.

Deutschland – Feuchtigkeit im Auto kann zu jeder Jahreszeit auftreten. In der kalten Jahreszeit ist das Problem aber besonders präsent und so kommt es, dass die Scheiben viel schneller beschlagen als im Frühjahr oder Sommer. Nervig wird es vor allem dann, wenn man losfahren will und die Scheiben sofort beschlagen und die Sicht auf die Straße verhindern. Was tun?

UnternehmenADAC
SitzMünchen
Gründung24. Mai 1903, Stuttgart

Beschlagene Scheiben im Auto: ADAC gibt einfache Tipps, um das Problem zu lösen

Autoscheiben beschlagen, wenn die Feuchtigkeit im Auto zu hoch ist. Deshalb ist es unabdingbar, dass die feuchte Luft effektiv und schnell aus dem Fahrzeug verschwindet. Der ADAC gibt nun Tipps, wie man das am besten bewerkstelligt, wie RUHR24* berichtet.

Die wohl beste Methode, um die Scheiben so schnell wie möglich freizubekommen, ist das Anmachen der Heizung und des Lüfters im Auto. Der ADAC empfiehlt, die Heizung auf die wärmste und den Lüfter auf die höchste Stufe zu stellen. Dadurch wird die feuchte Luft gebunden und getrocknet. Wichtig: Lüftung und Scheibe müssen direkt nach oben gegen die Frontscheibe gerichtet sein, andernfalls wird sie nicht frei (mehr Lifehacks bei RUHR24*).

Klimaanlage und Heizung können helfen, die Scheiben innen im Auto freizubekommen

Bei schönem Wetter ergibt es hingegen mehr Sinn, die Heizung auszulassen und stattdessen einfach das Fenster zu öffnen. Der Grund dafür ist simpel: Scheint draußen die Sonne und es regnet nicht, ist die Luft draußen trockener als im Fahrzeug. Durch den Luftaustausch mit der frischen Luft wird die Scheibe schneller frei. Bei Regen oder Nebel sollten die Fenster hingegen geschlossen bleiben.

Ähnlich wie Heizung und Lüfter sorgt auch die Klimaanlage dafür, dass die Luft im Auto trockener wird. Sie zieht schnell und effektiv die Feuchtigkeit aus der Luft und die Scheiben werden zügig frei. Aber Achtung: Unter einer Außentemperatur von etwa fünf Grad schaltet sich die Klimaanlage ab. Bei eisigen Temperaturen um den Gefrierpunkt ergibt die Taktik also wenig Sinn.

Auch der Kofferraum sollte bei niedrigen Temperaturen überprüft werden: Nicht alle Gegenstände im Auto halten Frost aus.

Dreckige Scheiben beschlagen schneller – regelmäßiges Putzen kann helfen

Sinnvoller hingegen ist es, immer einen Lappen oder Schwamm im Auto parat zu haben. Sind die Scheiben nass und stark beschlagen, können sie mit beiden Utensilien im Handumdrehen frei gewischt werden. Besonders hilfreich, wenn man morgens zur Arbeit muss und die Heizung noch kalt ist.

Übrigens: Feuchtigkeit setzt sich auf sauberen Scheiben weniger ab. Deshalb sollten die Innenscheiben des Autos regelmäßig, am besten mit Glasreiniger, geputzt werden.

Ursachenbekämpfung statt Problemlösung: Feuchtigkeit im Winter vorbeugen ist wichtig

Halter von modernen Autos haben in Sachen freie Scheiben einen erheblichen Vorteil gegenüber Besitzern von älteren Autos: Die neuen Fahrzeuge haben oft einen Knopf mit Frontscheiben-Symbol, der eine maximale Lüftung und Beheizung direkt auf die Frontscheibe ermöglicht. Außerdem haben viele Autos heutzutage eine Frontscheiben-Heizung.

Die genannten Tipps machen beschlagene Scheiben zwar wieder frei, lösen aber nicht das zugrundeliegende Problem: zu viel Feuchtigkeit im Auto. Doch wie schafft man es in der kalten Jahreszeit und bei Regen, das Fahrzeug trocken zu halten und beschlagenen Scheiben vorzubeugen?

Auto im Winter
Im Winter beschlagen die Scheiben innen im Auto deutlich schneller als im Sommer. © Martin Gerten/dpa

Garagen können dazu führen, dass Scheiben von Autos schneller beschlagen

Der ADAC empfiehlt, das Auto auf undichte Stellen zu prüfen und sowohl im Herbst als auch Winter auf Fußmatten aus Gummi umzusteigen und das Wasser daraus regelmäßig zu entfernen. Ansonsten verdunstet es durch die Heizungsluft und kondensiert an den Scheiben.

Auch der richtige Stellplatz ist entscheidend dafür, ob es im Auto feucht wird oder trocken bleibt. Insbesondere in schlecht durchlüfteten Garagen kann schnell Feuchtigkeit entstehen und das Fahrzeug kann nach dem Fahren nicht richtig trocknen. Daher sollte die Garage regelmäßig gelüftet werden. Falls das nicht reicht, sorgt eine eingebaute Lüftung für Abhilfe. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare