Brutaler Babyschüttler muss zehn Jahre ins Gefängnis

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Zu zehn Jahren Gefängnis verurteilte das Gericht den 26-Jährigen, der das Baby seiner Lebensgefährtin so heftig geschüttelt hatte, dass der Säugling starb.

Gera - Nur zweieinhalb Monate war der kleine Daniel alt, als sein Ziehvater im Mai vorigen Jahres dem kurzen Leben ein jähes Ende setzte. Dafür schickte das Landgericht Gera den Mann am Freitag für zehn Jahre ins Gefängnis.

Verärgert über das Geschrei des Jungen habe er ihn gepackt, kräftig geschüttelt und auf den gefliesten Fußboden geworfen, sagte Richter Reinhard Maul. Das Baby starb kurz darauf trotz Notarzteinsatzes an einem Schädel-Hirn-Trauma.

Bei der Obduktion kamen weitere Verletzungen älteren Datums ans Licht. Es war nicht der erste gewalttätige Übergriff auf das Kind seiner Lebensgefährtin, die er im Jahr zuvor via Internet kennengelernt hatte.

Anfang Mai 2010 waren sie in Oberweißbach bei Saalfeld in eine gemeinsame Wohnung gezogen. Der Mann habe das Kind über zwei Wochen gequält und ihm erhebliche Schmerzen zugefügt, konstatierte der Richter.

Erst gegen Ende der Beweisaufnahme hatte der Angeklagte eingeräumt, das Kind geschüttelt zu haben, weil Daniel “komisch geatmet“ habe. Dies wertete das Gericht als Teilgeständnis. Das Urteil lautet auf Misshandlung Schutzbefohlener in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und in einem weiteren Fall in Tateinheit mit Körperverletzung mit Todesfolge. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

dpa

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