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Wald-Spaziergänger machen beunruhigenden 130-Kilo-Fund - Polizisten schicken Foto umgehend an Experten

Die entschäfte Bombe wird aus dem Wald getragen und anschließend abtransportiert
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Die entschäfte Bombe wird aus dem Wald getragen und anschließend abtransportiert

Spaziergänger haben in einem Wald eine 300 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe entdeckt. Der gesamte Bereich musste zur Entschärfung abgeriegelt werden.

  • In Deutschland tauchen immer wieder Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg auf.
  • In einem Wald in Niedersachsen haben zwei Spaziergänger einen Gegenstand entdeckt.
  • Es handelt sich sich um eine 300 Kilogramm schwere amerikanische Splitterbombe.

Bad Münder - In den vergangenen Jahren werden immer wieder versteckte Bomben aus Zeiten des Zweiten Weltkriegs entdeckt. Oft können die Gefahrenherde nur mit größtem Aufwand und Evakuierungen entschärft werden. Vor ein paar Wochen waren davon 16.000 Menschen in Münster betroffen.

Bad Münder/Niedersachsen: Spaziergänger finden Weltkriegsbombe im Wald

Jetzt wurde erneut eine Weltkriegsbombe gefunden. In Bad Münder in der Nähe von Hannover hatten zwei Waldbesucher einen verdächtigen Gegenstand im Waldboden entdeckt. Sie machten das einzig Richtige und informierten die Polizei Bad Münder. Die zwei Spaziergänger zeigten einer Streifenwagenbesatzung den Fundort im Waldgebiet nördlich von Bad Münder.

Die Beamten schöpften schon Verdacht und verschickten vorab ein Foto vom Gegenstand an den Kampfmittelbeseitigungsdienst. Und tatsächlich, der Fund einer Bombe konnte mithilfe des Bildes bestätigt werden. Um den Fundort wurde ein Sicherheitsradius von 300 Meter eingerichtet und von Einsatzkräften der alarmierten Feuerwehr und Polizei abgesperrt.

Bad Münder/Niedersachsen: Bombe wird entschärft - Wald abgeriegelt

Nur kurze Zeit später konnten die Delaborierer schon Entwarnung gegeben werden. Es handelte sich um eine amerikanische Splitterbombe, die ca. 130 Kilogramm wog. Die Bombe konnte noch vor Ort entschärft und unschädlich gemacht werden. Die ungefährlichen Bestandteile wurden anschließend zusammen mit Feuerwehrkräften aus dem Wald getragen und von den Sprengmeistern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes abtransportiert.

Größere Gebäude mussten glücklicherweise nicht evakuiert werden, da sich diese samt einer Berggaststätte, den Bildungszentren und den Kliniken außerhalb des Gefahrenbereiches befanden. Lediglich einige Waldspaziergänger mussten angehalten und zurückgewiesen werden.

Nicht immer geht es so glimpflich aus wie in Bad Münder. In Soest in NRW konnte eine 500 Kilogramm schwere Bombe nicht entschärft werden und musste deshalb detoniert werden.

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