Vater schlägt Alarm

Jugendliche machen heftige Entdeckung im Wald - Einsatzkräfte fördern noch mehr zutage: „Wurde wohl vor vielen Jahren vergraben“

Zahlreiche tote Äste liegen in einem Wald vor einem Wasserdurchlauf.
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Zwei Jugendliche haben in einem Wald Sprengstoff gefunden (Symbolbild)

Zwei Jugendliche haben in einem Wald in Baden-Württemberg einen ungewöhnlichen Fund gemacht. Sie gruben kiloweise Sprengstoff aus. Ihr Vater schlug sofort Alarm.

  • Immer wieder wird Sprengstoff an ungewöhnlichen Stellen gefunden.
  • Zwei Jugendliche fanden nun 15 Kilo in einem Wald.
  • Sie befanden sich laut Angaben jedoch nicht in Gefahr.

Uhingen - Was zwei Jugendliche im Wald im baden-württembergischen Uhingen entdeckten, hätten wohl weder die beiden, noch die Polizei erwartet. Ein sechzehnjähriges Mädchen war am Donnerstag (7.1) mit ihrem zwölfjährigen Bruder in einem Wald im Bereich Köngentobel unterwegs. Mit einer Metallsonde suchten sie den Boden ab. Wohl auf Schatzsuche. Dabei schlug das Gerät tatsächlich an.

Unter dem Waldboden fanden die beiden Teenager ein Fass mit mehreren Ampullen, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. Darin: eine unbekannte Substanz. Ein paar der gefundenen Ampullen nahmen die beiden nach ihrer Entdeckung mit nach Hause. Sie erzählten dem Vater von ihrem Fund. Doch der schlug sofort Alarm und informierte die Polizei. Die Beschriftung der Fläschchen ließ wohl auf Sprengstoff schließen.

Sprengstoff-Fund im Wald: Polizei findet insgesamt 15 Kilo unter dem Waldboden - „vor vielen Jahren vergraben“

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg, der die Polizei bei Entschärfung, Beförderung und Vernichtung gefundener Kampfmittel unterstützt, nahm den Fund direkt mit. Insgesamt gruben die Beamten in dem Waldstück um die 15 Kilo Sprengstoff aus.

Die Kinder befanden sich jedoch wohl nicht in einer bedrohlichen Situation. „Nach Einschätzung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes ging von dem Sprengstoff keine Gefahr aus“, heißt es in der Pressemitteilung. Laut ersten Erkenntnissen der Polizei wurde diese Art von Sprengstoff vor Jahrzehnten beispielsweise in Steinbrüchen verwendet. Die Beamten gehen davon aus, dass er in dem Wald „vor vielen Jahren vergraben wurde“. Hinweise auf den ehemaligen Besitzer gibt es bislang nicht.

Sprengstoff-Funde: Immer wieder tauchen Zündstoffe an unerwarteten Orten auf

Immer wieder gibt es seltsame Sprengstoff-Funde. So wurde 2017 ein deutscher Obdachloser mit 400 Gramm Sprengstoff im Gepäck in Österreich aufgegriffen. Er habe das TNT auf seinen Reisen durch Europa auf einem Truppenübungsplatz in der Slowakei gefunden, behauptete der Verdächtige. Die Polizei schloss einen terroristischen Hintergrund aus, nachdem er den Sprengstoff freiwillig abgab und sogar selbst auf sich aufmerksam gemacht hatte. Und auch ein Fund vor etwa einem Jahr in Nordrhein-Westfalen sorgte für Aufsehen. (chd)

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