Küstenwache perplex

Schiffbrüchige überleben 33 Tage auf einsamer Insel - mit fast nichts: „Weiß nicht, wie sie es gemacht haben“

Strahlend blauer Himmel über einem paradiesischen Sandstrand
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Strahlend blauer Himmel über einem paradiesischen Sandstrand. Verschollen möchte hier dennoch niemand sein (Archivbild).

Wochenlang war ein Trio auf einer verlassenen Karibik-Insel verschollen. 33 Tage lang warteten sie auf Rettung - und überlebten mit so gut wie nichts.

Nassau - Wer den Film „Cast Away“ mit Tom Hanks gesehen hat, wird bei folgender hollywoodverdächtigen Geschichte sofort Bilder im Kopf haben: Drei Menschen waren wochenlang auf einer verlassenen Bahamas-Insel in der Karibik verschollen. Ernährt haben sie sich in der gesamten Zeit fast ausschließlich von Kokosnüssen. Dann die Erlösung - nach 33 Tagen konnten sie schließlich gerettet werden.

Schiffbrüchige überleben 33 Tage auf verlassener Insel: „Weiß nicht wie sie es gemacht haben“

„Es war unglaublich. Ich weiß nicht, wie sie es gemacht haben“, erinnert sich Lieutenant Justin Dougherty von der US-Küstenwache im CNN-Lokalsender WPLG. Die beiden Männer und eine Frau seien für die Umstände in verblüffend gutem Zustand gewesen, als die Rettungskräfte bei einer Routinepatroullie am vergangenen Montag (8. Februar) auf sie aufmerksam wurden. Verzweifelt schwenkten die Drei eine provisorische Flagge auf Anguilla Cay, einer Insel zwischen den Florida Keys und Kuba. Die Besatzung war nicht für eine sofortige Rettung ausgerüstet, hinterließ den Gestrandeten aber Essen, Wasser und ein Radio. Ein Video des Einsatzes hat die Küstenwache auf Facebook veröffentlicht:

Schiffbrüchige stranden auf verlassener Insel - Sie überlebten fast nur mit Kokosnüssen

Einen Tag später, am Dienstag, wurden die Drei schließlich mit einem Hubschrauber von der Insel geflogen. Wie das Trio der Küstenwache berichtete, war ihr Boot, mit dem sie unterwegs waren, etwa fünf Wochen zuvor auf rauer See gekentert. Daraufhin schwammen sie auf die verlassene Insel und hofften auf Rettung. Ernährt hat sich das Trio während der insgesamt 33 Tage überwiegend von Kokosnüssen. Andere Medien berichten, die Drei hätten außerdem Ratten und Muscheln gegessen.

33 Tage auf einsamer Insel überlebt - Küstenwache perplex

In einem medizinischen Zentrum in Florida wurden sie untersucht und versorgt. Ernsthaft verletzt waren dem Einsatzbericht zufolge aber weder die beiden Männer noch die Frau. Dass die Drei so lange überleben konnten, ist selbst für die erfahrenen Rettungskräfte erstaunlich. „Ich habe noch nie jemanden getroffen, der schon so lange gestrandet ist“, sagte Dougherty im Gespräch mit der BBC. Warum sich die Gruppe überhaupt auf dem Atlantik befand, ist unklar. (va)

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