Mehrere Menschen sterben - darunter auch Zivilisten

Grausame Banküberfälle: Geiseln als lebende Schutzschilde an Fluchtwagen gefesselt

Ein spektakulärer Banküberfall in Brasilien sorgte am Montag für Aufsehen. Auf ihrer Flucht nahmen die Kriminellen Geiseln und nutzten sie als Schutzschild.

Araçatuba - Es sind Szenen wie aus einem Hollywood-Film, die sich am Montag (30. August) in Araçatuba abgespielt haben. In der Stadt im Südosten Brasiliens kam es zu mehreren spektakulären Banküberfällen durch schwer bewaffnete Kriminelle. Die Täter handelten skrupellos – auch auf ihrer Flucht.

Spektakuläre Banküberfälle in Brasilien: Zivilisten als Geiseln an Fluchtwagen gefesselt

Laut den Berichten mehrerer brasilianischer Medien führten am Montag rund 20 Kriminelle insgesamt drei Banküberfälle in der Stadt Araçatuba durch. Die Täter sollen dabei schwer bewaffnet gewesen sein und unter anderem auch Sprengstoff und Drohnen eingesetzt haben. Mindestens drei Menschen kamen dabei ums Leben.

Auf der Flucht nahmen die Bankräuber Geiseln. In Videos im Internet und den sozialen Netzwerken war zu sehen, wie Menschen als lebende Schutzschilde auf Fluchtwagen gebunden waren. Um die Sicherheitskräfte zu behindern, legten die Angreifer Sprengsätze an mehreren Stellen in der Stadt aus. Sie verursachten Explosionen und steckten Fahrzeuge in Brand. Zudem sollen die Kriminellen Polizeiwachen umzingelt haben.

Szenen wie aus einem Hollywood-Film spielten sich nach einem spektakulären Banküberfall in Brasilien ab.

Spektakuläre Banküberfälle in Brasilien: Mehrere Tote – Sonderkommission angeordnet

Der Bürgermeister und die Polizei riefen die Bewohner von Araçatuba auf, zu Hause zu bleiben. Wie ein Augenzeuge dem brasilianischen Fernsehsender Globo TV berichtete, sollen die Bankräuber schusssichere Westen, Gewehre und Helme getragen und wie Soldaten ausgesehen haben.

Bei den drei Toten soll es sich Berichten zufolge um einen Täter und zwei zivile Opfer handeln. Mindestens vier Menschen wurden demnach verletzt, drei Verdächtige festgenommen. Die restlichen Bankräuber konnten vorerst entkommen. Über die Höhe der Beute wurde zunächst nichts bekannt.

Die Provinzregierung ordnete nun die Bildung einer 380 Mitglieder starken Sonderkommission der Polizei an, um die Bande zu fassen. Überfälle dieser Art, bei denen Banden in kleinen und mittelgroßen Städten zuschlagen, häufen sich seit Jahren in Brasilien. Auch in München kam es in den vergangenen Jahren zu Banküberfällen: 2020 am Hauptbahnhof und 2019 am Rosenheimer Platz.(ph/dpa/afp)

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