Nach Todesfällen

Bart ab! Rasur-Appell von Feuerwehr-Chefin hat gefruchtet

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Das Tragen von Atemschutzmasken und modischen Bärten verträgt sich nicht. Foto: Daniel Karmann

Bad Hersfeld (dpa) - "Bart ab!" - mit diesem aufsehenerregenden Appell rief eine Feuerwehr-Chefin ihre Kollegen in Hessen auf, regelmäßig zum Rasierer zu greifen. Denn das Tragen von Atemschutzmasken und modischen Bärten verträgt sich nicht. Die Masken müssen nämlich eng anliegen - das ist überlebenswichtig.

Mehr als ein Monat nach dem schlagzeilenträchtigen Aufruf bilanziert Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar aus Bad Hersfeld: "Es hat viel gebracht. Einige Bartträger greifen nun häufiger zum Rasierer. Vor allem haben wir auf das Problem hingewiesen und eine Diskussion angestoßen. Das Thema war einige Zeit in aller Munde und hat der Feuerwehr mehr Vor- als Nachteile gebracht."

Der Sprecher des Landesfeuerwehrverbands Hessen, Holger Schönfeld, erklärte: "Die Vorschrift, dass die Träger von Atemschutzgeräten keine Bärte tragen dürfen, dient dem Eigenschutz." Sonst könnten durchdringende toxische Gase zu Gesundheitsschäden führen oder sogar lebensbedrohlich werden. Dittmar warnt: "Es hat schon Todesfälle wegen undichter Masken bei Bartträgern gegeben."

Wer bei Übungen der Freiwilligen Feuerwehr mit einem Bart antritt, muss wieder nach Hause geschickt werden - und kann auch im Ernstfall nicht helfen. Darum ging es Dittmar bei ihrem Rasur-Appell.

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