Bauchschuss: Stotterer rächt sich an Pokerrunde

Wuppertal - Ein Stotterer hat sich an einer Pokerrunde blutig gerächt, weil er nicht mitspielen durfte. Die Kartenspieler hatten ihn abgewiesen und sich über seinen Sprachfehler lustig gemacht

Die Spieler sollen zu ihm gesagt haben: “Du sprichst ja Russisch wie ein Pole!“. Der betrunkene Kasache fand das nicht lustig, wie er selbst am Mittwoch beim Prozessauftakt auf der Anklagebank des Wuppertaler Landgerichts sagte.

Der 30-Jährige ist wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Nachdem er abgewiesen worden war, verschwand er mit den Worten “Ich komme wieder“. Mit einem großkalibrigen Magnum-Revolver kehrte er zurück. Mit der Waffe feuerte er zwei Schüsse von außen in die Kneipe. Als er die Gaststätte betrat, hatten sich alle Gäste flach auf den Boden geworfen. Ein Querschläger zertrümmerte einem Kellner das Nasenbein.

Der Stotterer feuerte zwei weitere Schüsse auf die Pokerspieler ab, allerdings ohne zu treffen. Mit einem Feuerlöscher und einem Barhocker gelang es zwei Männern, den Schießwütigen aus der Kneipe zu drängen. Einer der Männer verfolgte den Schützen. Um den Verfolger abzuschütteln, habe er ohne nach hinten zu schauen einen weiteren Schuss abgefeuert, gestand der Angeklagte. Der Verfolger erlitt einen lebensgefährlichen Bauch-Durchschuss.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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