Trauer um beliebte Kuh

Traurige Nachricht: Bekannteste Kuh Deutschlands ist jetzt tot

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Kuh Yvonne ist tot.

2011 wurde die entlaufene Kuh Yvonne als „Kuh, die ein Reh sein will“ berühmt. Acht Jahre später ist sie auf Gut Aiderbichl in Deggendorf gestorben.

Deggendorf - Es war eine spektakuläre Geschichte vor acht Jahren: Die Kuh Yvonne war damals entlaufen und hielt sich in den oberbayerischen Wäldern versteckt. Jetzt ist sie auf dem Gnadenhof Gut Aiderbichl in Deggendorf gestorben.

Yvonne floh vor der Schlachtbank und versteckte sich im Wald

Das Rind war 2011 vor der Schlachtbank geflohen. Es widersetzte sich allen Fangversuchen und versteckte sich fast 100 Tage im Wald. Gefangen wurde sie damals von dem Münchner Ex-Tierparkchef Henning Wiesner und Mitarbeitern von Aiderbichl. Sie konnten Yvonne mithilfe von Betäubungspfeilen und Haltegurten einfangen. Die Geschichte der Kuh ging damals um die Welt, wie Merkur.de* berichtete. Amerikanische Zeitungen schrieben über den tierischen Fall. Offenbar kamen sogar Anrufe aus Indien mit der Bitte Yvonne zu retten. 2011 gab es sogar ein Lied über Yvonne, dass es aber nicht wie geplant zum Wiesn-Hit geschafft hat. 

Kuh Yvonne tot - Trauer auf Gut Aiderbich

Die letzten acht Jahre ihres Lebens verbrachte Yvonne dann auf dem Gnadenhof Gut Aiderbichl. Dort ist sie nun im Alter von 14 Jahren gestorben, das teilte das Gut auf seiner Website mit

Gutsleiter Benedikt Gruber beschreibt sie als echte Persönlichkeit: „Irgendwie wusste sie immer, dass sie etwas Besonderes war. Und das nicht zuletzt, weil sie durch ihre Flucht als Stellvertreterin ihrer Art ungewollt auf das Leid der Kühe in der Milch- und Fleischindustrie aufmerksam machte. Einfach indem sie glücklich und zufrieden sowie für jedermann sichtbar zusammen mit ihrer kleinen Herde nur da sein durfte.“

Lesen Sie auch: Sand am Main/Bayern: Kuh hinterlässt Spur der Verwüstung in Ort - Polizeihubschrauber verfolgt sie

Ärzte und Pfleger kämpfen vergebens um ihr Leben

Die Kuh hatte sich wohl eine Verletzung am Becken zugezogen. Zwei Tage kämpften Tierärzte und Pfleger vergebens um ihr Leben. Yvonne musste eingeschläfert werden. „Schweren Herzens mussten wir uns dazu durchringen, Yvonne gehen zu lassen“, sagt Aiderbichl-Geschäftsführer Dieter Ehrengruber. „Natürlich fragen wir uns in solchen Situationen nach dem Warum“, sagt Dieter Ehrengruber. „Wir hätten uns noch einige schöne Jahre mit dieser ebenso markanten wie einmaligen Charakter-Kuh gewünscht“, fügt er hinzu. „Auf der anderen Seite sind wir natürlich dankbar, dass wir ihr ein schönes, artgerechtes und vor allem würdevolles Leben schenken konnten“, schließt Ehrengruber.

Video: Kuh Yvonnes Flucht machte sie zum internationalen Medienstar 

md

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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