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„Es laufen die Tränen wie ein Strom“: Kollege des getöteten Arztes äußert sich

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Von: Katarina Amtmann

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Ein 18-Jähriger steht unter Verdacht, in Mistelbach die Eltern seiner Freundin (16) getötet zu haben. Ein Nachbar berichtet von der Familie. Sie war im Ort sehr angesehen.

Mistelbach - Am Sonntag wurde ein Ehepaar in Mistelbach (Landkreis Bayreuth*) getötet. Kurz darauf stellte sich ein Verdächtiger (18). Er habe laut seinem Anwalt die Tat bei der Polizei eingeräumt. Das hatten zuvor auch mehrere Medien berichtet.

Ehepaar in Mistelbach (Bayreuth) getötet - Nachbar berichtet von „Stress mit der ältesten Tochter“

Nun hat sich ein Nachbar zu der Tat geäußert. „Was hätte ich getan, wenn ich wach gewesen wäre? Hätte ich ihr Haus stürmen sollen? Ich weiß es nicht“, fragte Ingo L. (Name geändert) sich im Gespräch mit Focus Online. Andere Nachbarn hatten in der Nacht offenbar noch die Hilfeschreie des Paares gehört* und die Polizei alarmiert. L. beschreibt im Gespräch mit dem Portal eine glückliche Familie, „die im Garten gemeinsam Pfeil und Bogen schießt, weil das ihr großes Hobby war“. Alles sei so friedlich und normal gewesen.

Die Familie sei im Ort sehr angesehen gewesen. Seit mehr als zehn Jahren habe der Vater eine Kinderarztpraxis geleitet. „Man hörte fast von jedem in der Nachbarschaft: Wir sind mit unseren Kindern auch bei Doktor S. – er ist so ein guter Arzt, so ein lieber Mensch“, so der Nachbar. Gegenüber Focus Online erzählte der Mann, dass es schon seit Längerem „Stress mit der ältesten Tochter“ gegeben habe. Sie sei kurz davor gewesen auszuziehen, hieß es in der Nachbarschaft. „Und viele hier glauben, dass die Eltern ihren Freund, der nun unter Mordverdacht steht, nur aufgenommen haben, um sie zu halten.“

Arzt in Mistelbach getötet - Praxispartner unter Schock: „Es laufen die Tränen wie ein Strom“

Der Praxispartner des getöteten Arztes hat sich mittlerweile auf Twitter geäußert: „Ich sitze in der leeren, nagelneuen, unbenutzten Praxis - gerade bereitet für die ersten Patienten. Und es laufen die Tränen wie ein Strom … weil einer nicht mehr da sein kann, der sie zusammen mit mir geplant hat - in Geduld und Weisheit“, schreibt Gerald H.

Und es laufen die Tränen wie ein Strom … weil einer nicht mehr da sein kann, der sie zusammen mit mir geplant hat - in Geduld und Weisheit.

Gerald H.

Ehepaar nahe Bayreuth getötet: „Was für ein Unsinn, dass Ihr beiden nicht mehr da seid“

„Was für ein Unsinn, dass Ihr beiden nicht mehr da seid. Was für ein himmelschreiender Unsinn! Ich weiß noch nicht wie, aber wir rocken #med4kidz jetzt irgendwie. In Deinem Sinn. Für Dich und für Eure Kinder. Ich habe sie den ganzen Tag vor Augen. Miss you a lot“, schreibt der Mediziner in einem weiteren Tweet. (kam mit dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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