Bürgermeister spricht von neuer Dimension

„Versuchen Schwimmer unterzutauchen“: Schwules Schwanen-Paar geht auf Badegäste los

Angst bei den Badegästen am österreichischen Grundlsee: Dort attackierten zwei schwule Schwäne Menschen und wollen sogar Schwimmer unter Wasser drücken. Ein Wildtierspezialist musste ran.

München - Der Spezialist fing die beiden aggressiven Tiere ein. Beide kamen "in ein Reservat für Vögel, wo die Schwäne in Ruhe leben können, von Menschen nicht gestört werden und somit auch keine Gefahr mehr für sie sind", so zitiert die „Kleine Zeitung“ Wildtierspezialist Alexander Groder aus Oberösterreich. Eine Tötung der Tiere kam für ihn nicht in Frage. 

Zuvor war das schwule Schwanenpaar wiederholt auf Menschen losgegangen - los ging es damit bereits im Vorjahr. Heuer hätten die Attacken "eine neue Dimension erreicht“, so Bürgermeister Franz Steinegger. Und weiter: „Sie haben alles, was ihnen untergekommen ist, richtig angegriffen". Und das nicht nur am Ufer, sondern auch im Wasser - "sie haben sich auf die Schwimmer draufgeworfen, versucht, sie unterzutauchen. Das ist die größte Gefahr gewesen, denn im Wasser ist man immer Zweiter".

Rund 1500 Arten zeigen homosexuelles Verhalten

Für Tierexperten ist die Tatsache, dass es ein schwules Schwanenpaar ist, keine Sensation. Im Gegenteil. Gleichgeschlechtliche Paare gibt es häufiger im Tierreich, als man denkt. Man geht heute von bis zu 1500 Arten aus, bei denen homosexuelles Verhalten beobachten werden kann. Die beiden Schwäne am Grundlsee hatten sogar ein Nest gebaut in dem sie einen Plastikbecher als vermeintliches Ei ausbrüteten.

Zu Hause sind die beiden Schwänen jetzt an einem Ort in Tirol. Aggressionen zeigten sie dort angeblich keine mehr. Tierexperte Groder erklärt das so: "Sie waren jetzt ja in einem neuen Revier, in dem sie noch keine Grenzen abgesteckt und auch kein Nest gehabt haben".

Lesen Sie auch: Schon wieder greift Schwan SUP-Fahrer an.

Und: Ente mit Blasrohrpfeil im Schnabel: Wer ist der Tierhasser im Nymphenburger Schlosspark?

mb

Rubriklistenbild: © dpa / Patrick Huerlimann

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