Brandanschlag in Berlin

Nach mutmaßlicher Brandstiftung – 15.000 Haushalte ohne Strom

Kabelbrand Prenzlauer Berg Stromversorgung
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Nach der mutmaßlichen Brandstiftung in Berlin arbeiten Mitarbeiter des Stromnetz Berlin an den beschädigten Stromkabeln.

In Berlin kam es zu einem mutmaßlichen Brandanschlag an einer Bahnstrecke. In vielen Häusern fiel der Strom aus. Die Ermittlungen laufen.

Berlin - In der Nacht auf Samstag rückten die Berliner Polizei und Feuerwehr zu einem Feuer an einer Bahnstrecke in Berlin Prenzlauer Berg aus, wobei von einem Brandanschlag ausgegangen wird. Versorgungsleitungen über der Bahnstrecke an der Dänenstraße in Prenzlauer Berg hatten Feuer gefangen. Eine Fußgängerbrücke, unter der die Leitung verläuft, stand komplett in Flammen, wie die Polizei mitteilte. Aufgrund des Brandes mussten Bewohnerinnen und Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Kopenhagener Straße vorübergehend ihre Wohnungen verlassen, so die Polizei Berlin.

Mutmaßlicher Brandanschlag in Berlin: 15.000 Haushalte ohne Strom

Aufgrund des mutmaßlich gelegten Feuers an der Starkstromleitung waren 15.000 Haushalte in der Nacht auf Samstag ohne Strom gewesen. Mittlerweile ist die Stromversorgung in allen Haushalten wieder hergestellt, wie auf Twitter mitgeteilt wurde.

Mögliche Brandstiftung in Berlin: Kriminalpolizei ermittelt

Es werde nun geprüft, ob der für extremistische Taten zuständige Staatsschutz im Landeskriminalamt (LKA) die Ermittlungen übernimmt. Die Kriminalpolizei schloss aber auch eine unpolitische Brandstiftung oder eine fahrlässige, also versehentliche Brandstiftung, nicht aus.

Der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei im Land (GdP), Benjamin Jendro, twitterte: „Das ist keine politische Meinungsäußerung. Wer Brandanschläge auf wichtige Bestandteile unserer Infra- und Versorgungsstruktur verübt, handelt absolut sinnfrei und greift unser demokratisches Zusammenleben an. Diese extremistischen Anschläge fordern vielleicht keine Menschenleben, sind aber dennoch ein perfider Versuch zu destabilisieren, was man nicht kleinreden sollte.“

Brandanschläge in Berlin sind keine Seltenheit

Brandanschläge auf Versorgungseinrichtungen in Berlin sind schon mehrfach vorgekommen. Die Täter waren laut Bekennerschreiben im Internet oft Linksextremisten. Im Oktober vor einem Jahr gab es einen Brandanschlag auf Kabelverbindungen der S-Bahn nahe dem Bahnhof Frankfurter Allee. Der S-Bahn-Verkehr war lange gestört. Auch in Kiel musste die Feuerwehr zu einem Großeinsatz ausrücken. Denn ein Tornado war an der Kieler Uferpromenade entlang gezogen. (dpa/jsch)

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