Weil sie muslimischer Frau halfen

Berlin: Arabische Badegäste attackieren Retter

Berlin - Polizei-Großeinsatz im Berliner Stadtteil Neukölln: Vor kurzem sollen Männer aus einer arabischen Familie in einem Freibad Sanitäter angegriffen haben. Die Retter hatten eine muslimische Frau versorgt und dabei berührt.

Die Sanitäter wurden zu einer verletzten Frau im Columbiabad gerufen, die offenbar einer arabischen Großfamilie angehört.  Plötzlich eskalierte die Situation. "Die Männer aus der Familie einer verletzten Frau fühlten sich in der Ehre gekränkt, weil die behandelnden Sanitäter die Frau ihrer Meinung nach nicht hätten berühren dürfen", wird ein Augenzeuge in der Berliner Boulevardzeitung " BZ " zitiert.

Nach Schimpftiraden prügelten zwei Schwergewichtige des Familienclans auf die wehrlosen Sanitäter ein. Auch der Rest der Familie attackierte die Retter. Die überforderte Bad-Scurity alarmierte die Polizei.

Fotos, die der "Bild"-Zeitung vorliegen, dokumentieren einen Großeinsatz: Beamte mit Schlagstöcken rücken in das Neuköllner Freibad ein. Einige tragen sogar schusssichere Westen. Auch Polizeihunde kommen zum Einsatz. Ein dicklicher Mann in Bdehose wird in Handschellen aus dem Bad abgeführt. Laut "Bild"-Informationen bekam die Polizei die Situation nur durch Einsatz von Pfefferspray in den Griff.

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Die Attacke auf die Sanitäter hatte sogar ein übles Nachspiel: Laut " BZ " sollen arabische Großfamilien kurz nach dem Polizeieinsatz auf Facebook gedroht haben: "Wir machen das Columbiabad platt."

Auf diese Drohung angesprochen erklärt Matthias Oloew (44), Sprecher der Berliner Bäderbetriebe, gegenüber "Bild": "Wir kümmern uns weder um arabische Großfamilien, noch ist es unser Auftrag, uns um schwer erziehbare Jugendliche zu kümmern. Das ist Aufgabe der Polizei und die machen das auch sehr gut. Unser Auftrag ist es, Schwimmbäder zu machen."

Bleibt die Frage: Wer kümmert sich eigentlich um die Sicherheit der Sanitäter? Offenbar wird der Job als Retter immer mehr zu einer Gefahr für Leib und Leben.

fro

Rubriklistenbild: © dpa

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