Tatmotiv noch unklar

Berlin: Tunnel-Begegnung endet für 13-Jährigen tödlich - Polizei veröffentlicht neuen Stand

Polizisten und Kriminaltechniker stehen im Monbijoupark in Berlin-Mitte hinter einem Polizeifahrzeug.
+
In Berlin wurde ein 13-Jähriger bei einer Auseinandersetzung mit einem Messer getötet.

In Berlin ist es in der Nacht auf Samstag zu einem tödlichen Übergriff gekommen, bei dem ein 13-Jähriger ums Leben gekommen ist. Der Täter stellt sich kurze Zeit später.

  • In Berlin kam es am Samstagabend, 31. Oktober, zu einer Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe Jugendlicher und einem Mann.
  • Im Verlauf des Streits zückte der Mann ein Messer und stach auf einen 13-Jährigen ein.
  • Der Junge verstarb trotz Reanimationsversuchen an der Unglücksstelle. Kurz darauf stellt sich der Täter.

Update vom 3. November, 19.56 Uhr: Drei Tage nachdem ein 13-jähriger Junge in Berlin erstochen wurde, ist gegen den mutmaßlichen Täter ein Haftbefehl erlassen worden. Das teilte die Berliner Staatsanwaltschaft am Dienstag über Twitter mit. Der 41-jährige Mann, der sich am Montag der Polizei gestellt und die Tat gestanden hatte, kommt in Untersuchungshaft.

In einem Tunnel gegenüber der Museumsinsel im Zentrum Berlins war es am Samstagabend zu einem Streit zwischen einer Gruppe vor allem von Jugendlichen und Kindern sowie dem Mann gekommen. Dabei soll der Mann mit türkischer Nationalität den 13 Jahre alten Syrer mit einem Messer niedergestochen haben.

Berlin: Streit in Tunnel eskaliert - Mann verletzt 13-Jährigen tödlich

Update vom 2. November, 15.18 Uhr: Fast 48 Stunden nachdem ein 13-Jähriger in Berlin von einem Unbekannten erstochen wurde und seinen Verletzungen erlegen ist, hat sich der Mann gestellt. Wie die Polizei Berlin in einer Meldung mitteilt, habe sich der 41-Jährige am Montag der Mordkommission gestellt.

Der Mann mit türkischer Staatsangehörigkeit erschien mit seinem Anwalt bei der Polizei. Laut Polizeibericht wird er als Beschuldigter vernommen. Weitere Erkenntnisse zu der Ursache des heftigen Streits zwischen einer Gruppe Jugendlicher und dem Mann gebe es nicht. „Bislang gibt es keine Erkenntnisse zu der Ursache der Auseinandersetzung, insbesondere keine Hinweise auf ein etwaiges rassistisches Tatmotiv“, so die Staatsanwaltschaft bei Twitter.

Laut bild.de sei der 13-Jährige vor fast sechs Jahren mit seiner Mutter aus Syrien geflohen und nach Deutschland gekommen. Drei Jahre später seien Vater und Geschwister nachgekommen. „Er war traumatisiert vom Krieg“, berichtet die Tante von ihrem verstorbenen Neffen gegenüber bild.de.

Berlin: Unbekannter tötet 13-Jährigen mit Messer - Polizei fahndet nach Täter

Erstmeldung vom 1. November, 12.51 Uhr: Berlin - In einem Berliner Park kam es in der Nacht auf Sonntag zu einer tödlichen Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe Jugendlicher und einem bislang unbekannten Mann. Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.

Laut derzeitigen Erkenntnissen der Polizei war das 13-jährige Opfer am Samstagabend in einer siebenköpfigen Gruppe im Berliner Stadtbezirk Mitte unterwegs. Bis auf einen 22-jährigen Mann bestand die Ansammlung ausschließlich aus Kindern und Jugendlichen. Gegen 22.40 Uhr soll die Gruppe in einem Durchgang zwischen dem Monbijoupark und dem James-Simon-Park mit einem Mann zusammengestoßen und in Streit geraten sein. Die Identität des Mannes ist der Polizei bislang noch unbekannt.

Während der Auseinandersetzung soll der Mann den Berichten zufolge anschließend ein Messer gezogen haben. Er verletzte den 13-Jährigen und seinen 22-jährigen Begleiter schwer und flüchtete. Trotz Reanimationsmaßnahmen, die kurz nach der Tat noch im Park eingeleitet wurden, erlag der 13-Jährige vor Ort seinen Verletzungen. Der 22-Jährige wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die Tat ereignete sich laut einem Bericht der Berliner Zeitung wohl in einem Fußgängertunnel.

Berlin: Mordkommission ermittelt - Zeugen gesucht

Die siebte Mordkommission des Berliner Kriminalamts hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise zu der Tat. Der
Täter soll etwa 45 Jahre alt sein, sowie schütteres Haar samt einer Oberkopfglatze und einen grau-meliertem Vollbart haben. Einige bislang unbekannte Zeugen sollen den Täter auf seiner Flucht fotografiert haben.

Die Tat war nicht die einzige Messerattacke in Berlin in der Halloween-Nacht. Auch in einem Wohnhaus in Moabit erlitt eine Person lebensbedrohliche Verletzungen, so die Berliner Zeitung. Es handelte sich ersten Erkenntnissen zufolge wohl um einen Streit der eskalierte. Die Hintergründe der Tat sind bislang aber ebenfalls noch unklar. (chd mit dpa)

In Berlin kommt es aktuell immer wieder zu Ausschreitungen und illegalen Corona-Partys.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion