„Und es hat Brumm gemacht“

Skurriler Zettel: Berliner hört dauernd ein Brumm-Geräusch - und dokumentiert alles bis ins kleinste Detail

Ein Mann der von der Kamera abgewandt steht trägt einen Gehörschutz
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Lautes Brummen macht einem Berliner das Leben schwer

Ein Berliner Anwohner verzweifelt, weil er in seiner Wohnung unerklärliche Brumm-Geräusche hört. Auf Instagram rätselt die Community - mit Humor und Verständnis.

Berlin - Auf der Instagram-Seite „Notes of Berlin“ werden Briefchen und Notizen aus dem Berliner Alltag gesammelt. Die Inhalte reichen von amüsant über herzerwärmend bis hin zu wahren Wutausbrüchen. Mysteriös wurde es jetzt jedoch mit dem Brief eines Verfassers, der seine Hausgemeinschaft um Mithilfe bat: Immer wieder hört er in seiner Wohnung laute, störende Brumm-Geräusche, von denen er partout nicht weiß, woher sie kommen. An einer dicken Milchglasscheibe, mit rotem Tape befestigt, hängt deswegen jetzt ein Aufruf zur Suche nach möglichen Ursachen - es ist nicht der erste dieser Art: „Es ist zum Verzweifeln. ich suche immer noch den Erzeuger der Brummfrequenzen bei 50/100/200 Hz“ schreibt sein Verfasser.

Berlin: Das Brummen von Wedding: Detailliert dokumentiert

Allerdings gibt es im bereits bekannten Problemfall ein neues Detail, von dem sich der lärmgeplagte Anwohner nun weitere Erkenntnisse erhofft: Am Dienstag blieb er ab dem Nachmittag vom Brumm-Geräusch verschont, am Donnerstag sogar komplett. Woran könnte das wohl gelegen haben? „War jemand nicht da oder hat ggf. die Störgeräte (Netzteil oder evtl. Beleuchtung?) nicht benutzt?“ mutmaßt der Schreiber des Zettels. Damit sich die Hausgemeinschaft auch wirklich vorstellen kann, was ihr Nachbar in den vergangenen Tagen gehört hat, fügt er noch einen Wochenplan mit Uhrzeiten an, auf dem er die wechselnde Geräuschkulisse in eindringlichen Großbuchstaben notiert hat: „BRUMMBRUMMBRUMMBRUMM“.

Brumm-Geräusche in Berlin: Instagram-Community rätselt mit

Nachdem der Zettel nicht nur die Bewohner:innen des betroffenen Hauses im Berliner Stadtteil Wedding, sondern dank „Notes of Berlin“ auch die Instagram-Community erreicht hat, wird unter dem Post mit dem Titel „Und es hat Brumm gemacht“ eifrig gerätselt, was die Ursache der Geräusche sein könnte. Klar wird, dass die Follower:innen überwiegend Verständnis für das Leid des Verfassers haben: „Kann den Frust auf jeden Fall verstehen“ und „Das kann einen irre machen“ wird kommentiert. Der ein oder andere muss allerdings auch bei der detaillierten Geräuschbeschreibung schmunzeln: „Was ein dicker Brummbär!“

Aber woher kommt denn nun das Brummen? Eine Baustelle mit Tiefbohrung, die kaputte Lüftungsanlage eines Restaurants mit Ruhetag oder eine Heizungsanlage sind nur einige der zahlreichen Vermutungen. Ob der Verfasser der Botschaft noch immer nach der Geräuschquelle sucht, oder vielleicht doch schon wieder Ruhe hat, bleibt zumindest offen - es sei denn, er schreibt noch einen weiteren Zettel, der es auf Instagram schafft und dort die Community aufklärt. (eu)

Erst vor kurzem sorgte ein anderer Fund aus Berlin für Staunen, und kleine Notizen nutzte auch ein Kunde im Supermarkt, um seinen Ärger zu teilen.

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