Betrugsverdacht beim Ki.Ka

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Bernd das Brot, hier vor dem Erfurter Rathaus, zählt zu den Aushängeschildern des Senders

Erfurt - Gravierender Betrugsverdacht beim Kinderkanal: Ein leitender Ki.ka- Angestellter soll über Scheinrechnungen mehrere Millionen Euro erschlichen haben. Er wurde an seinem Arbeitsplatz festgenommen.

Ein führender Mitarbeiter des Kinderkanals Ki.ka ist am Dienstag unter Betrugsverdacht festgenommen worden. Mit einem Komplizen bei einer Berliner Technikzulieferer-Firma soll er über Scheinrechnungen mehrere Millionen Euro ergaunert haben. Die Staatsanwaltschaft Erfurt bezifferte den Gesamtschaden auf mehr als vier Millionen Euro seit 2005. Sie wirft ihm gewerbsmäßige Untreue und Betrug vor. Gegen den Mann wurde Haftbefehl erlassen.

Er wurde am Morgen im Funkhaus in Erfurt festgenommen. Beamte der Staatsanwaltschaft und des Landeskriminalamtes Thüringen durchsuchten Räumlichkeiten des Ki.ka sowie des MDR in Leipzig und den Wohnort des Verdächtigen. Insgesamt werde wegen 72 Fällen ermittelt. “Der Ki.ka unterstützt die Ermittlungsbehörden aktiv und jederzeit, um den Verdachtsfall umfassend aufzuklären“, erklärte Programmgeschäftsführer Steffen Kottkamp.

Die Ermittlungen ins Rollen brachte der Geschäftsführer der Technik-Firma in Berlin. Er zeigte sich selbst an. Seinen Angaben zufolge stellte die Firma, die Produktionstechnik an Fernsehanstalten verleiht, Rechnungen über nie erbrachte Leistungen an den Ki.ka. Der Ki.ka-Mitarbeiter bestätigte die Scheinrechnungen und veranlasste die Bezahlung. Beide Verdächtigen teilten das erschlichene Geld.

Der Kinderkanal ist eine Gemeinschaftseinrichtung von ARD und ZDF unter Federführung des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR).

dpa

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