Drama in beliebtem Touristen-Ziel

„Tragischer und ungewöhnlicher Unfall“: Bienenschwarm tötet 64 gefährdete Pinguine

Brillenpinguine stehen im Allwetterzoo in Münster zusammen.
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In Südafrika sind 64 Brillenpinguine von einem Bienenschwarm getötet worden. (Symbolbild)

In Südafrika ist es zu einem tragischen Zwischenfall in der Nähe von Kapstadt gekommen. Ein Bienenschwarm hat wohl zahlreiche gefährdete Pinguine getötet.

Kapstadt - Lauren Howard-Clayton sprach gegenüber der Deutschen Presse-Agentur von einem „tragischen und ungewöhnlichen Unfall“. Die Sprecherin der Südafrikanischen Naturschutzbehörde SANParks teilte mit, dass in der südafrikanischen Touristenmetropole Kapstadt insgesamt 64 Pinguine getötet wurden – wohl von einem Bienenschwarm. Bei den getöteten Tieren handelt es sich um eine gefährdete Art.

Südafrika: Bienenschwarm tötet 64 gefährdete Pinguine

Die Vögel seien demnach am Freitag (17. September) am Strand von Boulders, einem beliebten Touristen-Ziel südlich von Kapstadt, tot aufgefunden worden. Sie seien Teil einer in einem Naturschutzgebiet lebenden Kolonie von Brillenpinguinen gewesen, die laut der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN als gefährdet gelten.

Einige der Tiere seien mit 20 oder mehr Bienenstichen aufgefunden worden, sagte Howard-Clayton weiter. Anschließende Tests auf Giftstoffe oder Krankheitserreger seien ergebnislos geblieben. Behörden seien nun auf der Suche nach dem Bienenstock, um herauszufinden, was den Bienenangriff ausgelöst haben könnte, erklärte die Sprecherin weiter.

Südafrika: Bienenschwarm tötet zahlreiche Pinguine – „Das ist ein sehr seltenes Ereignis“

Tierarzt David Roberts von der Stiftung zur Erhaltung der Küstenvögel im Südlichen Afrika (Sanccob) erklärte, es seien Bienenstiche um die Augen der getöteten Pinguine festgestellt worden. Zudem habe man auch tote Bienen am Fundort der Pinguine gefunden. „Das ist ein sehr seltenes Ereignis. Wir gehen nicht davon aus, dass so etwas oft vorkommt, es war ein Zufall“, sagte Roberts der Nachrichtenagentur AFP.

Brillenpinguine brüten in Südafrika und im benachbarten Namibia. In den vergangenen drei Jahrzehnten ist Zahl der in Südafrika lebenden Pinguine nach Angaben von Sanccob um 73 Prozent auf nur noch 10.400 Paare gesunken. In Namibia gibt es demnach noch 4300 Pinguin-Paare.

Im US-Bundesstaat Arizona sorgte ein riesiger Bienenschwarm für einen Feuerwehr-Einsatz. Mehrere Menschen wurden dabei verletzt, eine Person kam sogar ums Leben. Nach einer Bienen-Invasion am Gärtnerplatz im vergangenen Mai musste auch die Münchner Feuerwehr eingreifen. (ph/dpa/afp)

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