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Bier-Bach im Urlauber-Paradies Hawaii entdeckt - er enthält wirklich Alkohol

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Oahu. In der Nähe von Waipio entdeckte ein Wanderer einen Bach, der nach Bier riecht.
Honolulu, die Hauptstadt von Hawaii liegt auf der Insel Oahu. In der Nähe von Waipio entdeckte ein Wanderer einen Bach, der nach Bier riecht. © inspi / Shotshop / Imago

Hawaii ist für viele ohnehin das Paradies. Nun wurde bekannt: Auf der Insel Oahu gibt es einen Bach, der nach Bier riecht und Alkohol enthält. Paradiesisch ist das aber nicht.

Oahu, Hawaii - Hawaii ist nicht nur für Surfer ein Paradies. Die Schönheit der Landschaft und der entspannte Lebensstil locken jedes Jahr Reisende aus der ganzen Welt auf die US-amerikanische Insel. Ein Wanderer bemerkte vor wenigen Wochen auf der Insel Oahu den strengen Biergeruch eines Flusses – für ihn allerdings kein Grund zur Freude.

Wanderer entdeckt „Bier-Bach“ - Test ergibt hohen Alkoholgehalt

Ein Wanderer stieß auf seinem Weg durch die Natur vor wenigen Wochen auf ein überraschendes Phänomen. Ein Bach auf der Insel Oahu roch stark nach Bier. Was bei anderen Freudenstürme ausgelöst hätte, war für ihn ein Grund zur Sorge. Er wandte sich am 27. Oktober an den Umweltschützer Carroll Cox, der sofort Nachforschungen einleitete. Eine Alkoholmessung ergab einem Bericht der Washington Post zufolge Erstaunliches: Das Wasser des Baches enthielt 1,2 Prozent Alkohol. Zum Vergleich: Ein klassisches Pils hat einen Alkoholgehalt von rund 4,8 Volumenprozent.

Umweltschützer stellt Nachforschungen an - und kommt der Ursache auf die Schliche

Der Umweltschützer Cox begab sich selbst zu dem Bach, um Nachforschungen anzustellen. Dabei bemerkte er einen Ablauf, der bei starken Regenfällen Wasser in den Bach leiten sollte. Die Leitung besteht aus einem Metallzylinder mit einem Durchmesser von etwa 1,8 Metern und verläuft unter einer Straße hindurch. So war der Schuldige schnell gefunden: Denn auf der anderen Seite befindet sich das Lager der Firma „Paradise Beverages“, die zu den größten Alkoholvertrieben auf der Insel gehört.

Das sei „alltäglich“ auf Hawaii, sagte Carroll Cox im Interview mit der Zeitung Washington Post. In der Vergangenheit habe er bereits mit Farbe und Zement verunreinigte Bäche gefunden. „[Es gibt einen] Mangel an Respekt für das Land und das Wasser“, so Cox weiter. Dabei ist das alles andere als ein Kavaliersdelikt. Hawaii sei ökologisch fragil, sagte der Umweltschützer. Es gebe nur noch wenige Feuchtgebiete und der steigende Meeresspiegel führe dazu, dass Salzwasser die Süßwasserquellen der Insel verseuche. Den Fall um „Paradise Beverages“ und den „Bier-Bach“ gab Carroll Cox im November an die lokalen Behörden weiter. Diese bestätigten „Paradise Beverages“ als Verursacher der Umweltkatastrophe und wiesen das Unternehmen an, den Abfluss in den Bach zu stoppen. Es sei nur „another day in paradise - nur ein weiterer Tag im Paradies“, zog Cox laut Washington Post sein Resümee zu dem Fall, „ein weiterer schrecklicher, schrecklicher Tag im Paradies“.

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