Klimawandel stoppen

Bill Gates will eigene Atomkraftwerke bauen, um den Klimakollaps zu verhindern

Bill Gates lächelnd
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Bill Gates will das Klima retten - mit eigenen Kernkraftwerken

Multi-Milliardär Bill Gates will mithilfe von Kernenergie den Klimawandel stoppen. Seine eigenen Atomkraftwerke sollen noch in diesem Jahrzehnt die Welt mit Strom versorgen.

Microsoft-Gründer und Multimilliardär Bill Gates hat sich ein Ziel gesetzt: die Welt vor dem Klimakollaps zu bewahren. Dazu möchte er in den kommenden fünf Jahren zwei Milliarden US-Dollar in Start-ups und Projekte zum Schutz des Klimas investieren.

Er forderte die Regierungen aller Länder auf, ihre Investitionen in Klimainnovationen und saubere Energien innerhalb des nächsten Jahrzehnts zu verfünffachen. Der 65-Jährige machte im Gespräch mit dem Handelsblatt deutlich, dass die Verhinderung einer „Klimakatastrophe“ für die Politik höchste Priorität haben sollte.

In einem Interview mit dem „Harvard Business Magazin“ warnte Gates vor den Folgen der Erderwärmung: „Irgendwann werden wir kein Getreide mehr anbauen können.“ Dies könne aber durch eine Senkung der CO2-Emissionen vermieden werden, schreibt Gates in seinem neuen Buch „Wie wir die Klimakatastrophe verhindern“.

Er fordert eine Senkung des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes auf null Prozent bis zum Jahr 2050. Damit dies gelingt müsse man allerdings „die physikalische Wirtschaft in einem Tempo verändern, wie noch nie zuvor.“ Gates hält daher CO2-Steuern, einen Handel mit Verschmutzungsrechten und alternative Energien wie Wind- und Solartechnik für absolut notwendig.

Bill Gates warnt vor unzuverlässiger Stromversorung durch Solarenergie

In Wasserstoff sieht Bill Gates einen der Heilsbringer für die brodelnde Umwelt-Misere*. Sofern dieser mit erneuerbaren Energietechnologien erzeugt würde, könne man damit beispielsweise die gigantischen CO2-Emissionen bei der Stahl- und Zementherstellung verhindern.

Mit Blick auf die Solartechnologie sagte Gates gegenüber dem Handelsblatt, dass Deutschland mit seiner Subvention von Solarmodulen der Welt einen großen Gefallen erwiesen habe, wies aber gleichsam kritisch darauf hin, dass Solar und Wind aufgrund ihrer Unzuverlässigkeit bei der Stromgewinnung um Längen nicht ausreichen.

Aus diesem Grund sei seiner Meinung nach Kernkraft unerlässlich. Bill Gates wäre aber natürlich nicht Bill Gates, wenn er nicht selbst auch einen Baustein zur Lösung des Problems in der Hinterhand hielte. Mit „Natrium“ will der IT-Guru einen neuen Reaktor entwickeln, der als Ergänzungsmodul im Verbund mit Solar- und Windenergieanlagen gedacht ist.

Atomkraft genießt aufgrund seiner Radioaktivität in Europa zwar kein gutes Image, erzeugt aber Energie frei von CO2-Emissionen. Während Deutschland unter Kanzlerin Merkel* bemüht ist, ohne fossile Brennstoffe und auch ohne Atomstrom auszukommen, stehen Länder wie Großbritannien, Frankreich, Russland und China der Atomkraft offen gegenüber.

Gut für Gates, denn der plant seine Kernkraftwerke noch in diesem Jahrzehnt über die gesamten USA verteilt zu errichten und an das Stromnetz anzuschließen. Unbegrenzte Energie ohne Klimaemissionen. Die Erde würde dadurch „sauberer“ werden.

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