Hitler in bizarren Posen - unbekannte Bilder aufgetaucht

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Heinrich Hoffmanns Memoiren "Hitler was my friend" (engl.) sind im Frontline Books-Verlag erschienen.

München - Diese Bilder sollte Hitler-Deutschland niemals sehen! Ein in Großbritannien neu aufgelegtes Buch enthüllt Fotos des Diktators, die sein Leibfotograf aufgenommen und heimlich gesammelt hatte.

Ob lässig in Lederhosen an einen Baum gelehnt oder wild gestikulierend, die Augen weit aufgerissen - in bizarren Posen tüftelt Naziführer Adolf Hitler auf diesen Fotos aus den späten 1920ern an seinem Erscheinungsbild. Sein Publikum bestand aus nur einem Mann und dessen Kamera: NS-Reichsbildberichterstatter Heinrich Hoffmann. Tausende Fotos musste der Leibfotograf von Hitlers rhetorischen Trainingseinheiten schießen.

Diese Bilder sollte Hitler-Deutschland nie sehen

foto

Gesten, die ihm gefielen, baute der an starkem Lampenfieber leidende Diktator in seine Propaganda-Auftritte ein. Fotos, die Hitler als „unter meiner Würde“ ansah, musste Hoffmann auf Befehl verschwinden lassen. Anstatt sie zu vernichten, sammelte der Fotograf sie, veröffentlichte sie nach Ende des Zweiten Weltkriegs in seinen Memoiren "Hitler, wie ich ihn sah". Das Buch verstaubte jedoch genauso in den Archiven wie Hoffmanns Bilder - bis jetzt.

In Großbritannien legte Historiker Roger Moorhouse Hoffmanns Erinnerungen neu auf. „Wenn man sich seine Reden heute anhört, klingt Hitler wie ein tobender Wahnsinniger, aber wir wissen, dass er sehr überzeugend rüberkam“, sagt Moorhouse. „Diese Bilder gewähren uns einen wichtigen Einblick in seine Arbeitsweise.“

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